Archive for the ‘Wissenswertes’ Category

No appropriate title for this cheesy post

September 23, 2013

It is way past midnight but my sobbing heart won’t let me sleep. The last few weeks have been pretty challenging for me. Moving to a new city for my Masters Program involves so much organizing, tasks to take on that were new to me, decisions to make which I am not good at and also saying goodbye.

It is truly not the first time I have to say goodbye, or as I prefer, say: „See you again soon.“ But it doesn’t get easier at all. There are these moments that you find yourself blinking away tears in a random night bus, because you realize just how much you are going to miss these awesome people that accompanied you through the last years. All my life I have been blessed with friends that I can’t be grateful enough for. There are those that made my time in school the greatest. Those that came to hear people read their random stories in the sketchiest places nearly every evening. There are those I met in Ecuador, the family that took care of me as if I was their own daughter and sister, my hermanas from the States and Germany I got to do so many adventures with, just hang out at the beaches with candy apples or jumping off bridges. There are those that made my life in Bremen just perfect. Friends that let me crash their couch when my newly painted, empty room gives me a headache. Those that ask me to join the football game, cause they got a spare ticket. Those that would not mock me, because I played the e rather than the es. And those that would 🙂 Those who give me never dreamed of opportunities which let me grow an enormous amount. Those that won’t stop recommending books or writing letters. Those who pass the little white plastic ball and let me score the goal. Or those that give me bruises all over because it is my turn to be goalie. Those who feed me tuna at 4am to prevent the worst of hangovers. Those who just shut up and dance. Those who say: I love you despite your haircut. Those that ask: When are you moving, I will help. Those on Bali that made my internship so easy and full of learning. Those who take you to their very own village and share their culture and friendship. Those that drive 6 hours in total just to have you see the most amazing angklung concert. Those that are busy but still take 3 hours each week to teach you bahasa indonesia. Those that fear their English is aweful (which it isn’t) and still have the courage to be interviewed and talk about the challenges for women in their society. Those who will always proof read and which say thanks for proofreading their papers in exchange. Those who share their stories. Those who believe in you and push you through hard times. Those who make surprise farewell gifts and offer to always have a place to sleep when you decide to visit. And so many more.
The amount of friends on facebook has become a factor of how popular someone is over the last few years. We present versions of ourselves that we would like to be. Sometimes it is a desperate attempt to get some conformation and to reassure yourself that your friends are taking part in your life. I understand that people criticize social networks for making personal meetings somewhat redundant, however I value it for that possibility. It lets me keep the contact to people I don’t dedicate enough time to to write personal emails. I can react on single posts that I feel are important and I love to follow the development of people from overseas. Some people might not realize how important they were for me and rather put me into the drawer of random acquaintances, (those I met in hostels, on 14h layovers on airports, in a club or in that one class we shared years ago) but they will always be part of my personal story.

So, Thank you. Thanks for being part of this journey that is going to take an exciting new turn when I move to Cottbus next week to start my World Heritage Studies. Someone important just recently said: “It’s so great when good people achieve their goals.” All of you are such kind, generous people and I hope you are on your way towards that goals or at least on the way to figuring out what these actually are (just as me).

Und zur Abwechslung mal….

April 14, 2013

TEMPEL!
Waer haette das gedacht, ich gucke mir schon wieder Tempel an, dabei sollte man meine nich habe in den letzten sieben Monaten nichts anderes gemacht als das.
Aber Angkor Wat, mein persoenliches, grosses Asienfinale! Der groesste religioese Komplex welteit! sagenhaft! Ich bin so gluecklich!
Also, ich habe fuer stolze 40$ den drei tage pass erworben mit einem huebschen Foto und einem guten Gefuehl. Mit meinem Tuk TukFahrer, den ich immer nur an seinem Hemd merken kann, dessen Farben leider taeglich Wechseln, also auf durch die Tempel und… Touris ansehen… 😦 So viel Touristen, oh man.
Aber ich draengle mich erfogreich vorbei, warte jetzt nicht mehr geduldig, bis alle 100 Touris ihre Fotoxs geschossen haben und ich nicht mehr durch die Sucher laufe und staune.
Man kann sich mit ein wenig Fantasie die Touristen wegdenken oder versuchen sich auszumahlen wie die traditionellen Gewaender aussahen und sie sich als Teil der alten Kultur vorstellen, durch deren Bauwerke man hier wandelt. Man hat sofort das Gefuehl diese hunderte von Jahren zu ueberwinden und mittendrin zu sein in einem Volk, das viel Wissen und eine tiefe Verbundenheit zu ihrem Gott fuehlt. Mit offenem Mund laufe ich durch die Tempelanlagen, die alle unterschiedlich sind und von denen viele sao wenig abgesperrt und vorbegebene Wege aufgezeigt werden, wie das in Deutschland in einem Weltkulturerbe niemals moegklich waere…
Ich fuehle mich wie Indiana Jones als ich durch den Tempel laufe, in dem Tomb Raider gedreht wurde. Tempel, die von Baeumen nahezu gefressen werden.
Tag zwei. Mein TukTuk fahrer, heute in schwarz weissen Streifen, verschlaeft und wir rasen dem Sonnenaufgang entgegen. Es war trotzdem schoen anzusehen. wie dich die sonne ueber diese majestaaetischen Bauten erhebt und alles in einen Glanz versetzt den man nie mit der kamer wird festhalten koennen.
Anschliessen sind wir so frueh an den Tempeln, dass ich viele ganz allein durchstreifen kann. Ohne Witz, das ist mir dann doch ein wenig zu vil Indiana Jones und ich laufe aengstlich durch die dunklen Tempelgaenge. wahnsinn, trotzdem.
Der dritte Tag ging sehr schnell. Nur drei Tempel und nach 2h war ich durch. Ich dneke es waren dann doch genug Tempel und ich wollte die ewigen Stufen einfach nicht mehr laufen. Stufen… Ich lobe das balinesische Stufenmass, bei dem jede Stufe zwar individuell, dafuer aber immerhin fuer die kleinen Balinesen ordentlich zu nehmen sind. Die Stufen hier sind eher so, dass ich ordentylich klettern muss und immer darauf achten die schmalen, von vielen Touristenschuhen geschiliffen Stufen nicht runterzurutschen. Hui, und es ist so warm, aber besser als frieren.
\Na dann, frohes Khmer Neu Jahr! Heute und die naechsten drei tage wird gefeiert, dabei bin ich doch echt kein Neujahrfan… Aber unterschied macht es eigentlich nicht… offen ist trotzdem alles und gross feuerwerk oder so war auch nicht!
ich werde weiterbeobachten

Noch 9 tage bis ich wieder in berlin lande.

Museen und Schwimmende Doerfer

April 14, 2013

In Siem Reap ist nicht viel los, nur Restaurants und Maekte mit vielen Souveniers. Kein Wunder also, dass ich mir durchaus gerne mal eine andere Beschaeftigung suchen will. Ich also im Tuktuk zum War Museum (Kriegsmuseum). Die Geschichte des Krieges in Kambodscha ist lang und ich weiss nicht wirklich viel darueber. Das Museum hat mein Wissen such nicht wirklich erweitert. Vielmehr war ich fasziniert von dem surrealen Setting. Panzer, schwere gechuetze und unendlich viele verschiedene Maschinen, entworfen um Menschen das lebven zu nehmen, viel zu friedlich eingebttet in einen Hain mit mangobaeumen. Ich wurde dazu ermutigt in Panzer zu klettern, verwitterte Trucks und Flugzeuge von innen zu bestaunen und selber Feuerwaffen („just take care“) in die hand zu nehmen. All das habe ich nicht gemacht, weil ich die Stimmung irgendwie nicht zerstoeren und all diese Grausamkeiten lieber weiter verrotten und unter den Mangos vergraben wollte.
Anschliessend war mein TukTukFahrer, dessen Namen ich mir immer noch nicht merken kann, so freundlich und hat mich weiter zum National Museum gefahren. Das war schon viel mehr mein Ding, weil um einiges mehr Tempel und Ethnologie und Traditionen und so erklaert wurden. Ich war erst ganz schoen aufgebracht weil ich 12$ fuer den Eintritt zahlen musste, aber das Museum war echt gut aufgebaut. Nur diese langweilige Ewinfuehrung in diesem Film, der das Museum zeigt und eindruecklich auf den Museumsshop hinweist, und auf den sie wohl sehr stolz sind, den haetten sie sich gut spraen koennen. Ich lernte einiges dazu, vieles was gerade aber den Hinduismus betraf wusste ich aber schon von Bali. Ich fuehlted mich aber anschliessend gut auf die Tempel Anlagen von Angkor Wat votbereitet. Ich konnte mir in Erinnerung rufen, schonmal was von den Vedas, gehoert zu haben, zu deren Geschichten die Mahabarat und die Ramayana gehoeren, mit denen ich auf Bali vertraut geworden bin. Ich lernte, dass Ganesha, der Elefantenkoepfige Gott der Weisheit entstand, weil der wuetende Mann (Shiva) seiner Mutter Parvati, dem kleinen Ganesha den Kopf abriss und anschliessend in einer komplizierten Verflechtung der einzige Weg ihn wiederzubeleben war, ihm den Kopf des ersten Lebewesens, das mit Kopf in Richtung Norden starb aufzusetzen,welches ein Elephant war… kompliziert, ich weiss.

Weniger kompliziert, aber umso beeindruckender waren die Schwimmenden Doerfer, zu denen wir eine Weile Tuktuk und Boot fuhren. Wie eine richtige Stadt habe sie einfach ihre Doerfer aud Bambus oder leeren Tonnen gebaut und schwimmen jetzt mit Buedchen, Krankenhaus, Shculen und allem was man so braucht ueber den Tonle Sap… Genial anzusehen! Unser Guide war ausserdem so nett uns Bier auszugeben, was nicht ganz so schlau war, weil ich kein Mittag hatte, aber ich bin ohne ins Wasser zu fallen heil wieder angekommen!

Siem Reap

April 8, 2013

Aus verschiedenen Gruenden habe ih meinen Trip ein wenig veraendert und bin von Hiroshima direkt nach Siem Reap geflogen.
Hier ist es endlich warm, gibt wieder gewuerztes Essen, nicht ganz s scharft wie auf Bali und ich fuehe mich sehr wohl. Es ist ausserdem alles um einieges billiger und Angkor at stand ja eh als mein grosses Finale fest.
Es stinkt riecht enlich wieder nch Asien, und es sind viele Motorraeder (nicht Roller) und TukTuks unterwegs. Was neu ist: Man wird hie nicht wie sonst mit Mister oder Miss begruesst, sondern mit Lady, mal was anderes und vermeidet confusion! Sehr schoen.
Womit ich nicht gerechnet hatte: Khmer New Year ist vom 14.-16.4., ich ewrde also dieses Jahr drei mal ins neue Jahr feiern! Hurray!
Na dann, warme Gruesse aus Kambodscha!

Hiroshima muss auf jeed To do Liste!

April 8, 2013

Hiroshima ist eine ganz grossartige Stadt! Sie ist klein, ueberchaubar und man laeuft sich die Fuesse nicht so wund wie ich es in Kyoto und Tokyo getan habe. Man laeuft entlang des „Path of Culture“and „Path of Peace“, ueberquert den Fluss mit den -ihr ahnt es- Kirschblueten und kann im wundervollen Shinkuen Garden flanieren und die Ruhe geniessen. hne witz, dieser Garten ist wohl mein Favorit von allem was ich gesehen habe in Japan. (ausser vielleicht dem Fushimi Inari Tempel mit den 1000Torii) Das tolle an dem Garten ist, das die Idee die sich hinter der Architektur versteckt war, dass man viele Landschaften in klin abbildet. Wenn man dann ueber die beschaulichen Bruecken Richtug Huegl lauft kann man sich unschwer dem Eindruk erwehren, es sei eine atemberaubende Berglandschaft an einem chinesschen See. Sogar Resifelder und Savanne konnte ich entdecken.
In Hiroshima muss man natuerlich auch den Atomic Bomb Dome, direkt am Fluss und das Museum im Memorial Park ansehen. das museum ist richtig gut gemacht und man lernt iel dazu und aendert seinen Blick auf die ganze Geschichte vom 45. Wenn man hinterher die Spirale zur Hall of Remembrance herunterlaeuft und sich ein wenig an die Stehlen vom Holocaust Denkmal in Berlin erinnert fuehlt nimmt es einem shon etwas den Atem. Im Museum kann man ausserdem am Ende Videos von Zeitzeugen ansehen. Das sind wohl die intensivsten 30 minuten des Rundgangs. Unbeding zu empfehlen!
Einen Tempel gibt es natuerlich auch und die beruehmten gefalteten Kraniche. Die Kraniche gehen aus von der Geschichte eines Maedchens, die zum Zeitpunkt er Expolsion 1 oder 2 Jahre alt war und 10 Jahre spaeter Leukaemie diagnostiziert bekam. Sie hatte gehoert, dass, wenn man 1000 Kraniche faltet, ein Wunsch in Erfuellung geht. Der Kranich ist in Japn ein Symbol fuer Gluck und ein langes Leben. In meinem Reisefuehrer steht dramatisch, dass sie die Kraniche nicht alle hat falten koennen, aber ihre Klassenkameraden, haben die letzten nach ihrem Tod beendet. Im Museum heisst es, sie habe sogar ehr als 1000 gefaltet und es ging ihr weniger um die Anzahl als um den Fakt, dass sie jeden Kranich mit dem Wunsch und der Hoffnung auf Heilung versah. Letztere ist wahrscheinlich die glaubhaftere Version, die erste ruehrt aber mehr…oder?
Achja, Das Schloss uss man nicht gesehen haben, aber Okonomiyaki sollte man probieren!

Morgen schon…

Oktober 8, 2012

Es ist alles noch so surreal. Ich glaube noch immer nicht, dass ich morgen in ein Flugzeug Richtung Doha steige, dass mich dann den ersten Schritt Richtung Indonesien bringt. Auf Luftlinie.de habe ich mir die Entfernung ausrechnen lassen: 11557,477 km.

Aus aktuellem Anlass noch kurz die drei neuesten Meldungen aus Indonesien:

-Indonesien entwickelt sich zur Wirtschaftsmacht

-Facebook wächst am stärksten in Indoensien

-Am Sonntag brach der Vulkan Lokon aus

Countdown: noch 1 mal schlafen

Tipp des Tages: Wer so wie ich blauäugig denkt Fremdwährung zu bestellen würde weniger als 1 Woche dauern und dann ein wenig panisch wird, sollte zu den Reisebanken gehen. *nochmal Glück gehabt* 🙂

Charles Darwin

April 14, 2012

Als ich anfing diesen Blog zu schreiben, stand ich kurz vorm Abitur mit der Aussicht gcleih anschließend ein Jahr in Ecuador zu verbringen. Ich wollte euch nicht nur die ständigen Massenmails ersparen und euch die Möglichkeit geben hier hereinzuschauen, wann immer es euch passt, sondern auch die Auswahl zu treffen, welche Einträge euer Interesse wecken und welche nicht. Ich hatte auch gedacht, vielleicht kann ich mit einigen Einträgen Leuten Lust machen auch irgendwohin zu reisen und sich so Tipps zu holen (was überraschenderweise tatsächlich geklappt hat, ich habe viele Bekanntschaften in guter Erinnerung). Ich wollte aber nicht nur immer von mir erzählen, sondern auch mein neuerlanmgtes Wissen über die ecuadorianische Kultur teilen.

Heute, vier Jahre später werde ich zurückerinnert an meien Zeit in Ecuador und besonders die paar Tage auf Galapagos. Universitätsorchester und -chor der Uni Bremen haben Richard Einhorns Oratorium „The Origin“ aufgeführt. Ich habe während der Vorbereitungen für das Konzert so viel über Darwin gelernt was ich nicht wusste, denke aber dass der Mann für uns alle so wichtig geworden ist, dass ich kurz ein wenig zu eurer Allgemeinbildung beitragen will (sofern eurer Interesse noch da ist 🙂

Charles Darwin wurde Anfang des 19.Jh in England geboren. Er wuchs in einer Akademiker-Familie auf, die bereits Wissenschaftler und Ärzte hervorgebracht hatte, sodass es nur logisch erscheint, dass er zuerst das Studium der Medizin begann. Aufgrund der noch nicht so ausgfeilten Methoden, was unter anderem die Narkose anging, brach er das Studium jedoch bald ab und wechselte zur Theologie, nach Camebridge. Er verbrachte schon damals viel Zeit in der Natur und machte Spaziergänge mit befreundeten Professoren, in denen er wohl mehr und begeisterter lernte als in seinen Vorlesungen. Er war gerade 22 als er sein Studium beendete und das Angebot bekam, Kapitän FitzRoy auf seiner Reise um die Welt zu begleiten. Dieser sollte den erneuten Versuch einer Weltneuvermessung unternehmen, nachdem sein Vorgänger nur bis zum Rio de la Plata Gebiet kam und sich dann aus Einsamkeit das Leben nahm. Mit Darwin als Gesellschafter sollte das dem neuen Kapitän nicht geschehen. 1931 legte das Schiff ihrer königlichen Majestät „Beagle“ in Devenport ab. Die Fahrt ging über die Kapverden nach Brasilien. Von dort steuerten sie Ziele an wie Montevideo, Buenos Aires, Feuerland und Patagonien, um auf der Westküste Chiles wieder einen Kurs nach Norden einzuschlagen, wo sie endlich die Galapagos Inseln erreichten. Doch die Reise ging noch weiter. Im Pazifik machten sie Station auf Thaiti, dann ging es an Neuseeland vorbei, sie passierten die Keeling Islands und Mauritius und schließlich an der Südspitze Afrikas vorbei, um einen letzten Stopp in Brasilien einzulegen, dann ging es endlich wieder nach England, wo sie 1836 wieder in den Hafen einliefen. Darwin hatte während der Zeit alles gesammelt was er konnte, viele Tiere hatte er eigenhändig erlegt, um sie besser untersuchen zu können. Alle diese hatte er in Kisten regelmäßig nach England geschickt und diese Kisten erwarteten ihn nun, ebenso wie die Aufzeichnungen in seinen Notizbüchern, die er auf seiner Reise begonnen hatte. Er verarbeitete, entwickelte und sortierte in den folgenden Jahren seine Notizen und Erkenntnisse, aber die Arbeit an seiner Theorie schob er auf. Er heiratete seine Cousine Emma Wedgwood, widmete sich der Erziehung seiner Kinder (nebenbei – seine Lieblingstochter Annie starb mit 10Jahren an Tuberkulose) und veröffentlichte kleine Werke, so arbeitete er zum Beispiel etwa acht Jahre an einem wahrscheinlich bahnbrechenden Werk über die Seepocken.

Darwin hatte Angst davor, was seine Erkenntnisse in der Welt auslösen könnte. Er war sich wahrscheinlich bewusst, dass viele mit seiner Theorie Gott in Frage gestellt sahen. Das war nicht einfach in einer Zeit in der die Kirche sich eher selten mit Kritik konfrontiert war. Obwohl Darwin selbst schon lange Zweifel gegenüber dem Glauben hegte, so war seine geliebte Frau doch tiefreligiös. Mich hat der Brief tief bewegt in dem sie Darwin schrieb, sie wisse zwar, dass er nur nach der Wahrheit suche und so reinen Gewissens sein könne, aber zugleich schreibt sie: „Ich wäre höchst unglücklich wenn ich nicht glaubte, wir gehörten für immer zusammen.“ Sie vertraut also darauf, dass es ein eben nach dem Tod gibt und dass sie es mit ihrem geliebten Charles verbringen dürfe.

1857 bekommt Darwin ein Manuskript von Alfred Russel Wallace zugeschickt. Die beiden Männer stehen schon seit längerem in Briefkontakt, denn sie teilen ähnliche Ansichten. Wallace ist nun bei seinen Forschungen in Neuguinea, so scheint es Darwin, zu genau den Schlussfolgerungen gekommen, wie er selbst. In seiner Panik überschätzt Darwin die tragweite von Wallace‘ Theorien zwar, aber es gibt ihm den nötigen Anstoß, nun endlich seine Theorie auszuarbeiten. Gepackt von Stolz und Ehrgeiz kürzt er sein auf ursprünglich drei Bände angelegtes Werk auf eben 400 bis 500 Seiten, sodass es nun bereits ein Jahr später veröffentlicht werden kann. Am Erscheinungstag des Jahres 1858 ist die erste Auflage von „The Origin“ („Die Entstehung der Arten durch natürliche Selektion“) bereits vergriffen. Das Wort „Evolution“, welches man allgemein doch sehr mit Darwin in Verbindund steht, findet sich übrigens auf keiner einzigen Seite.

Die wichtigsten Thesen des Werkes auf einen Blick:

  • Evolution findet statt
  • Alle Arten stammen von wenigen Urformen ab
  • Alle Veränderungen verlaufen in kleinen Schritten (Gradualismus)
  • Die Anzahl der Arten nimmt stets zu
  • Das Prinzip der Natürlichen Selektion (Es überleben immer die am besten an die Umweltbedingungen angepassten Individuen/ Arten).

Ich denke das reicht an Wissen, aber Darwin ist ein wirklich interessanterund vor allem sympathischer Mann gewesen, den ich in diesem Semester sehr zu schätzen gelernt habe 🙂

Budapest – von Feuerspielzeug und Langos

Januar 3, 2012

Über Silvester das Land verlassen und einfach alles hinter sich lassen, um gelassen das neue Jahr zu beginnen, ist immer eine gute Idee. Voll Freude bestieg ich daher am 29.12. das Flugzeug nach Amsterdam. Meine 6 Stunden Stoppover genoss ich im Airportpark bei einer Entengeräuschkulisse war viel angenehmer als meine Madridaufenthalte! Als Mechti mich dann kurz nach 23Uhr in Empfang nahm und wir im Nachtbus saßen, machte Budapest den Eindruck, als hätte ich auch einfach nach Berlin-Lichtenberg reisen können (passenderweise mit Rossmann an der Ecke). Mechtis Wohnung liegt glücklicher Weise in einem vielversprechenderen Bezirk.

Als Martin dann am Freitag zu uns gestoßen war, konnten wir uns in die Spuren der anderen Touristen einreihen: Markthalle, Basilika, Burg, Matthiaskirche, Fischerbastion, Kettenbrücke, Parlament und Heldenplatz! Wir fuhren mit langen, schnellen Rolltreppen (vergesst Stockholm! und St. Petersburg soll noch tollere haben) und mit der kleinen gleben Metro, die nur so 30Meter lang is und 20 Sitzplätze hat, die zweitälteste Metro Europas ist (die Londoner Ubahnen waren schneller) und die an jeder Haltestelle kurz Musik spielt. Von der Burg aus hat man schon einen sehr schönen Überblick über die Stadt bekommen und die Basilika stellte unsere Expertin als typischen Vertreter der ungarischen Kirchen vor. Besonderes Highlight war hier Reliquie: die mumifizierte Hand des heiligen Stephan (Istvan)! Könnte aber auch die Papierkugel aus dem Wuseum gewesen sein…

Am Samstag spazierten wir über die Margareteninsel, aßen die typischen Langos und begaben uns in der Dämmerung zur Zitadelle, von der aus die ungarische Freiheitsstatue über die Stadt wacht. Die Lichter der Stadt wurden extra für uns angemacht, so schien es, doch aufgrund der kalten Luft schossen wir nur ein paar obligatorische Fotos und machten uns wieder auf den holprigen Rückweg („Achterbahn“ sollte man groß auf den Bus schreiben und nicht „27 – Citadelle“). Nach ein wenig aufhübschen mischten wir uns unauffällig erst unter die eine, dann unter die andere Gruppe von Erasmusstudenten, bevor wir auf die Margaretenbrücke fuhren, um einmal den Nervenkitzel in überfüllten Budapester Straßenbahnen zu erleben das Feuerwerk über der Stadt zu sehen. Feuerwerk heißt auf ungarisch übrigens Feuerspielzeug. Süß. So viel Feuerwerk war dann nicht zu sehen, weil nur offiziell angemeldetes Feuerwerk bezündet werden durfte. So standen wir unter eigentlich nur Touristen, mit Wunderkerzen bewaffnet und warteten, die Lichtspiele auf der Donau beobachtend, auf das neue Jahr. Wir schüttelten leicht dir Köpfe, über die Ungarn (und natürlich Touristen, die bekanntermaßen alles nachahmen) mit Perrücken und Tröten, aber das ist wohl halt so Brauch. Dann hieß es auch schon „Boldog új évet“ auf den verschiedensten Sprachen. Nach abklingen der ersten Euphorie sind wir dann schließlich ins Merlin. Eine nette Location, aber furchtbar einseitige, ohrenbetäubende Elekrtomusik, schnell wieder raus also 2h die Zähne zusammenbeißen und abzappeln. Abschließend noch ein Bierchen im CDFÜ.

Am Neujahrstag haben wir ein wenig ausgeschlafen, waren Mittagessen, auf der Vázy utca und den Gellertberg von der anderen Seite und einer anderen Brücke angucken. Abends noch lecker Kaffee trinken bei der Oper und den Tag ruhig ausklingen lassen, immer im Hinterkopf der Airport Shuttle, der um vier Uhr morgens klingeln würde… Das hat allerdings Problemlos funktioniert und ich saß kurz nach sechs Uhr im Flugzeug nach Amsterdam.

Alles in Allem hab ich einen wundervollen Kurzurlaub gehabt und alle Top 16 Sights gesehen, außer das Goldmuseum und DEN Parkplatz 🙂 Eines meiner Favoriten ganz klar: Das Szimpla. Eine ganz herrliche Hinterhofkneipe, die man gesehen haben muss! Und der Ausblick von der Zitadelle. Ein Stadtspaziergang durch die ganzen Jugendstilgebäude ist sehr beeindruckend.

Also, ab nach Budapest!

Philadelphia

Juni 6, 2011

Dieses „kleine“ Städtchen ein wenig noerdlich von Baltimore war wohl mein persoenliches großes Abenteuer in den 3 Wochen. Das war nicht so geplant, aber nachdem ihc feststellen musste, dass Phillly in meinem Reisefuehrer ueberhaupt nicht enthalten ist, wurde mir schon ein wenig mulmig, als Shelly mich morgens zum Bus brachte. Egal, hab ich gedacht, irgendwas wird da schon sein, wo mich der Bus absetzt, es kann ja nicht alles so weit weg gelegen sein wie die White Marsh Mall in Baltimore.

Nach der 2 stuendigen Busfahrt musste ich mich erstmal ordentlich mit Sonnencreme behandeln, bevor ich mich in die Stadt wagte! Wie erwartet hielt der Bus an einem Bahnhof, in dem ich mich dann beruhigt umschaute und fand auch direkt ein Info-desk, an de ich eine Karte der Innenstadt bekam und eine Erklärung, wie ich am einfachsten mit der U-Bahn dorthin gelangen wuerde.

Im historischen Zentrum angekommen betrachteteich eher weniger ehrfurchtsvoll die Liberty Bell und die dazugehoerige alte, in Baugeruest eingezäunte Kirche, sowie die Congresshall, wie ich mich richtig erinnere. Aufgrund der Hitze beschloss ich wie bereits am Vortag, die Mittagsstunden in einem Museum auszusitzen. Also bin ihc in das National Constitution Center spaziert. Ich habe mir die Ausstellung über Spione, Verräter und äh… sonstige Untergrundgruppen angesehen. Sehr witzig, ich bekam am Anfang eine „Fallmappe“ in der Fragen drin standen, die ich beantworten hätte können. Da es aber keinen Preis gegeben hätte, hab ich sie nur mit mir durch die Gegend geschlurrt… Die haben übrigens alle bekommen, nicht nur Kinder, falls ihr jetzt denkt, ich hätte irgendwie auf mich aufmerksam gemacht 🙂

Anschliessendwar im Preis eine Vorstellung im hauseigenen Theater enthalten. erst hab ich gedacht, ach den Film brauchst du dir ja nun echt nicht ansehen, aber weil ich ihn ja mitgezahlt hatte, wurde ich eines besseren gelehrt. Kein billiger Film sondern eine ausgearbeitet Präsentation, die Planetarium-like an die runden oberen Wände projiziert wurde, mit einem Schauspieler, der ueberzeugend durch die Geschichte hindurch erläuterte wer „we, the people“ sind/waren/sein werden…

Hungrig und von den herrschenden Temperaturen ueberwaeltigt (90°) (F, versteht sich), suchte ich mir was zu essen. „Wenn du nach Philadelphia fährst, musst du ein Philly Cheese Steak probieren,“ meinten alle. Gesagt, getan. Ich hatte mich am morgen noch gewundert, weil Shelly und Liz sich ueber die Broetchen zum Steak unterhalten hatten, weil ich mir natuerlich ein Steak mit Käse überbacken oder gefuellt vorstellte, aber weil es montags auch das Riesenstueck Hähnchen aufs Sandwich gab, hab ich gedacht, na gut, die essen halt alles zwischen zwei Brotscheiben… Der Kellner hat sich wahrscheinlich ueber meinen Blick, als das Cheese „Steak“ dann kam, nicht gewundert. Ich wette alle Touris gucken so!

Also, für alle die es wissen wollen: Cheese Steak á là Philly ist Doenerfleisch in einer Art länglicher Pitatasche mit Käse vermengt! … natuerlich mit Fries.

Als ich am Abend von meinem Erlebnis berichtete, konnte sich vor Lachen kaum jemand halten.

Ich habe dann Bettsy Ross‘ Haus gesucht, die Frau, die die  erste US-Flagge nähte, und bin mir ziemlich sicher, dass ich es gesehen habe, allerdings bin ich an zwei Häusern vorbeigelaufen, auf die ein Pfeil mit „Bettsy Ross House“ stand, aber doppelt hält ja bekanntlich besser. Mein Favorit: Elfreths Gasse! Sehr alte, enge Gasse mit niedlichen Häuschen und so schoen beflanzt!

Ich saß dann noch 2 stunden oder so am Hafen (Penns Landing) und hab einem  jungen Maler zugeschaut, der ein wenig mit dem Wind zu kämpfen hatte. Unbeschreiblich, einfach am Wasser zu sitzen, kreative menschen zu beobachten und nichts zu tun, waehrend man eigentlich in der Uni sitzen muesste 😀 Ich hab mich gefreut, mal das historische Amerika ein wenig kennlernen zukönnen- Philyy war die erste Hauptstadt der USA, bevor es NYC und schließlich DC wurde, nur zu eurer Algemeinbildung!