Archive for the ‘Roller’ Category

Siem Reap

April 8, 2013

Aus verschiedenen Gruenden habe ih meinen Trip ein wenig veraendert und bin von Hiroshima direkt nach Siem Reap geflogen.
Hier ist es endlich warm, gibt wieder gewuerztes Essen, nicht ganz s scharft wie auf Bali und ich fuehe mich sehr wohl. Es ist ausserdem alles um einieges billiger und Angkor at stand ja eh als mein grosses Finale fest.
Es stinkt riecht enlich wieder nch Asien, und es sind viele Motorraeder (nicht Roller) und TukTuks unterwegs. Was neu ist: Man wird hie nicht wie sonst mit Mister oder Miss begruesst, sondern mit Lady, mal was anderes und vermeidet confusion! Sehr schoen.
Womit ich nicht gerechnet hatte: Khmer New Year ist vom 14.-16.4., ich ewrde also dieses Jahr drei mal ins neue Jahr feiern! Hurray!
Na dann, warme Gruesse aus Kambodscha!

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Kyoto ist…

April 3, 2013

…waermer… Tempel… Kirschblueten… Kimono …Sushi …kitschig …Gaerten …Touristen ….Schreine …orange Torii …Kultur …traditionell …meinFavorit …“die Geisha“ …Clan der Otori (nur die ersten drei Teile lesen, wer es noch nicht gemacht hat) …laufen …Bus …Japan …Bilderbuch
Schon als ich hier ankam wusste ich auf Anhieb, das es meine Lieblingsstadt werden wuerde. An jeder Ecke Tempel und Schreine, ja so langsam fangen sie an alle gleich aus zu sehen, und Frauen in Kimonos und die Gaesschen sind so klein und voller alter Holzhaeuser mit Schiebetueren, sodass man sich vorkommt wie im Film!
Mein Lieblingstempel ist der Fushimi Inari im Sueden bei dem man durch ungelogen mindestens 1000 organe Torii laufen kann und sich dann fuehlt wie im Geisha Film, ausserdem das NojijiCastle oder so, das selbstverstaendlich zum Weltkulturerbe gehoert und durch das man auf den Nachtigallenboeden lauft, die der Shogun auf grund seiner Paranoia vor naechtlichen Angriffen hat einbauen lassen. Man kann fantasielos behaupten die Dielen wueder nur knarzen, aber mit ein bisschen gutem Willen koennte man sich neben den Lauten Touristengebrabbel auch Vogelstimmen einreden.
Die kleinen Flusse mit ihren zierlichen Bruecken darueber ueber die sich malerisch die haengenden Kirschblueten reihen sind ein wahrer Hingucker. KLingt Kitschig, ist es und ich liebe es. Es ist alles wie verzaubert, in wenig wie wenn der Schnee sich uber alles legt. So viel Tempel kann man sich im Lebtag nicht ansehen wie es hier gibt… hatte isch schon erwaehnt? Aber es sind wirklich so viele!
ich bin begeistert von Kyoto. Die Menschen sind auch viel freundlicher und sprechen Englisch und selbst wenn nicht wird man, wenn man verweifelt jemandem auf der Karte zeigt wo man hinwill, den gesamten Weg dorthin begleitet.
Mein Reisefuehrer sagt ausdruecklich „Verauf dich“, also habe ich mich ein paar mal einfach verlaufen, bin an kleinen versteckten Schreinen vorbei, durch Gaesschen die ganz unscheinbar waren und ihren Zauber nur den wenigen praesentieren die sich mal verirren.
Morgen geht es nach Hiroshima.

Roller fahren die Leute neben Fahrrad auch viel, aber alles Modelle die ich gar nicht kenne…

Tour de Bali Tag 2

Februar 5, 2013

Die Tour durch den Nationalpark war aufregend. Ganz unindonesisch kam der Guide viel zu früh, sodass wir uns noch gar nicht mit dem Frühstück fertig waren und dann schnell unsere Sachen wieder in die Rucksäcke quetschen mussten.

Schnell wurde uns bewusst, wie viel uns an Kondition fehlte und nur zu gern wären wir mit dem Roller durch den Wald gefahren, aber da es uns schon mit den Beinen an Standfestigkeit mangelte wäre das wohl eher eine semigelungene Unternehmung geworden. Wie das in der Regenzeit so üblich ist war der Boden des Waldes an einigen Stellen ziemlich durchweicht, daher kamen wir in den Genuss einiger abenteuerlicher, außerplanmäßiger Rutscheinlagen. Wir durchquerten ein paarmal den Strom, der sich durch den Wald windet, wobei wir beim ersten mal noch den Versuch unternahmen die Schuhe aus- und wieder anzuziehen, was wir die nächsten Male jedoch spontan unterließen, weil wir beim Überqueren einem Waran begegneten, der aus dem Fluss heraus flink ins umliegende Gebüsch schoß. Naja, nicht ganz, den Waran haben wir schon gesehen, aber die Schuhe ließen wir eigentlich an, weil wir eh schon so tief im Matsch gesteckt hatten, dass sie auf diese Art kurz wieder ihre natürliche Farbe wiedererlangten. Wir sahen riesige Eichhörnchen, bunte Vögel, Tausendfüßler von der Größe, die ich nur aus dem Zoo kenne, beängstigende Spinnen unter deren Nestern wir uns vorsichtig duckten, Geckos, große orangefarbene Insekten aus einer Gattung irgendwo zwischen Heuschrecke und Biene… Auch die Schlange blieb uns an dem Tag nicht ersparrt 🙂 Es war ein gelungener Spaziergang mit großartiger Aussicht! Und unser Tourguide war äußerst kompetent. Immerhin konnte er uns ein kleines Loch zeigen, in dem wahrscheinlich ein Skorpion wohnte (oder eine bestimmt ebenso gefährliche stinknormale Waldmaus) und seine Faunakenntnisse waren schwer zu übertreffen. „Hier ein Ficus, hier ist noch ein Ficus. Dieser Ficus ist besonders schön. Der Ficus da drüben hat eine ausgeprägten Character.“

Wir setzten unseren Weg Richtung Osten an der balinesischen Nordküste fort und machten in Lovina halt, wo wir uns die bekannte Delfinstatue anshen, aber nur nebenbei, denn eigentlich diente der Stop dazu uns Matsch, Spinnweben und Schweiß aus dem Wald im kühlen Meer abzuwaschen.

Anschließend setzten wir unsere Tour fort und waren nach etwa vier einhalb Stunden Gesamtfahrzeit an diesem Tag in Amed. Wir gönnten unseren geschundenen Körpern ein wirklich schönes Hotel mit Infinitypool (klingt einfach besser als Überlaufpool). Dort verbrachten wir den restlichen Nachmittag und bewegten uns auch zum Dinner nicht mehr weg, weil wir den Anblick der harten Rollersitze einfach nicht mehr ertragen konnten.

Ein Bericht in drei Teilen – Tag 1

Februar 5, 2013

Vier Tage

Drei Mädels

Zwei Roller

Einmal rund um die Insel

 

…und 100 Wettergötter auf unserer Seite.

 

Der Plan die kleine indonesische Insel komplett zu umrunden stand schon eien Weile und wir hatten uns endlich geeinigt, das erste Februarwochenende sollte es werden.

Freitagmorgen brach ich also um kurz vor acht Uhr, in mein Regencape gehüllt auf. Die ersten 3 Kilometer wren die schlimmsten! Die Straße gleich bei uns „links vom Nirmala“ (ist bei uns eine äußerst geläufige, wenn auch Insiderverdächtige Beschreibung) weist Schlaglöcher auf, in denen mal eben mein kleiner Roller versinken könnte. Getarnt durch das Wasser, dass die Tiefe des jeweiligen Lochs geschickt versteckt, wird dieses Labyrinth zum ersten großen Abenteuer der Reise. Dennoch komme ich, wenn auch leicht durchnässt (ein hoch auf das regencape), voller Vorfreude in der Bali Bakery an, in der wir uns für den kommenden Tag stärken wollen. Das Frühstück ist zwar lecker und ausreichend, aber normalerweise würde ich mir das nicht gönnen (50.000 IDR! 4 Euro! Abendessen bekomme ich für nicht mal 60 Cent, wenn ich will).

Anschließend machten wir uns auf auf unsere große Tour. Nach etwa einer Stunde konnten wir das Regencape dann wieder einpacken und unter der brennenden Sonne Balis an den von mir ja nur äußerst selten umschwärmten grünen Reisfeldern vorbeifahren. Ihr macht euch keine Vorstellung von der Idylle! Unfassbares grün und immer wieder mal das blaue Meer und der endlose hellblaue Himmel, nur gestört durch die ohrenbetäubenden Lastwagen, die in einem Mördertempo an uns vorbeischießen. Wie Ameisen schlängeln sich Kolonnen von Lastern vor uns her. Hintereinander und scheinbar das mehrfache von dem Gewicht geladen und in beängstigende Höhen aufgetürmt, als sie eigentlich tragen sollten. Ansonsten sind die Straßen aber angenehm zu fahren. Nicht viel Verkehr und wenn dann ist das Überholen unkompliziert, entweder wir überholen oder werden überholt. Nie wird dabei das obligatorische Hupen vergessen, obwohl ich nie weiß, ob sie hupen weil sie Überholen (was hier zum guten Ton gehört) oder weil sie drei weiße Mädels mit Rollern durch die Gegend fahren sehen. Meist schließe ich auf letzteres, da sich nicht selten halb aus dem Beifahrerfenster stürzt um uns zu winken, „Hello“ zu schreien oder nur nochmal zu gucken.

Highlight an dem Tag war der Lebende Tunnel. Ein Banyanbaum, der über die Straße wächst und durch den man hindurch fährt. Dort machten wir eine ausgiebige Pause, was besonders unsere Hintern dankbar registrierten.

Dann ging es weiter bis nach Gilimanuk, der westlichsten Stadt Balis, die alle Laster ansteuern, oder als Ausgangspunkt haben. Der Hafen Gilimanuks fungiert nämlich als Hauptexport/importgüterumschlagplatz (falls das ein gültiges Wot ist) zwischen Jawa und Bali. Unterwegs fuhren wir an vielen verlassenen und mit Grünzeug zugewucherten Hotelanlagen und Bungalows vorbei. Einst war um einiges mehr Tourismus im Westen, wo die Strände schön, das Klima etwas angenehmer und es auch nicht so Überlaufen war. Nach den Bombenanschlägen in Kuta lief der Tourismus jedoch so schleppend wieder an und konzentrierte sich anschließend so stark auf den Westen, dass die abgelegeneren Gebiete keine Chance hatten mitzuhalten. In Gilimanuk angekommen suchten wir nach einem netten Homestay, besorgten uns für den nächsten Tag eine Tour durch den Taman Nasional Barat (den Natinalpark im Westen), aßen zu Abend (wobei wir das letzte mal unsere Regencapes auspackten) und verbrachten den restlichen Abend auf der kleinen Terrasse.

Aus Zentralbali nichts Neues

Dezember 30, 2012

Am 27. Dezember entschloss ich mich dazu, noch eine Tour Richtung Ubud und Künstlerdörfer zu fahren. Ich durchquerte Batubulan, das Steinmetz- und Tänzerdorf, das Dorf der Silberschmiede das mit C beginnt, dessen Namen ich immer vergesse und kam nach Sukawati. Dorthin wollte ich eigentlich unbedingt, weil dort auch einige Wayan Kulit Puppenhersteller (Schattentheaterfiguren) ansässig sind. Ich stieg also beim Kunsthandwerksmarkt aus und schlenderte durch die Shops. Es war ganz herrlich, wie mich die Leute einfach passieren ließen und nicht immer gleich ihre Ware anpriesen, da machte das gucken gleich nochmal viel mehr Spaß!

Ich wurde von einem Trio Schüler angesprochen, ob sie ein kurzes Interview für die schule mit mir machen dürften. Da sag ich ja nicht nein, zumal sie sämtliche Fragen fein säuberlich auf einen Zettel geschrieben hatten und sie immer der Reihe nach vorlasen. Nebenbei wurde mir immer der Blackerry vor die Nase gehalten, damit auch alle meine schlauen Kommentare gut auf der Aufnahme zu hören sein würden. Anschließend bekam ich einen Schlüsselanhänger mit dem für Bali typischen Koalabären geschenkt… ??? Naja, putzig wars trotzdem. Das obligatorische Foto wurde gemacht und ich durfte weiterziehen. Also fuhr ich weiter durch die Straßen, die rechts und links gesäumt waren mit Holzschnitzereien und Steinmetzarbeiten, bis ich schließlich nach Ubud kam und die Orientierung verlor. Nach ein wenig hin- und herfahren suchte ich mir auf der Hauptstraße einen Parkplatz und ein Restaurant zum Speisen. Anschließend bummelte ich durch die Buchläden, um mich günstig mit einem Lesevorrat einzudecken, was auch sehr erfolgreich funktionierte. Als ich nach dem Homestay suchte, in dem ich eigentlich übernachten wollte, wurde ich leider nicht fündig und alles andere war entweder voll oder zu teuer, sodass ich, vom Verkehr schon wieder total entnervt, beschloss wieder heim zu fahren. Auf der Rückfahrt passierte ich dann doch noch die Puppenwerkstätten, hatte aber keine Lust mehr anzuhalten. Ein Grund zurückzukehren! Glücklich und erschöpft kann ich diesen Tag durchaus als gelungen bezeichnen.

Tag 75 und 76 auf Bali

Dezember 28, 2012

Am 25. saß ich morgens ungläubig schon um 8Uhr am Strand und wunderte mich, dass die Indonesier, die gestern noch lange mit uns getrunken hatten, schon so fit ihrer Arbeit nachgingen. Ich wanderte den Strand entlang und beobachtete die Leute. Als ich mich kurz setzte, um in meinem Reiseführer über die heutige Route nachzudenken, kamen drei Kinder an. Sie zeigten mir, wie toll sie doch Steine ins Wasser werfen konnten, wie schnell ihr kleines oranges Spielzeugauto durch den Sand geschoben werden konnte und rauften, bis einer heulte. Ein erlebnisreicher Weihnachtsmorgen. Bis wir gefrühstückt hatten und abreisebereit waren dauerte es eine Weile. Wir entschlossen uns dann auch nur die Küste runterzufahren, da wir doch sehr müde von der langen Nacht waren. Auf dem Weg nach Tulamben hielten wir noch an einem Wasserfall. Es wäre nicht wirklich nötig gewesen, weil wir dank des Regens und trotz unserer Regencapes schon ein wenig durchgefeuchtet waren, aber der Weg war abenteuerlich und der Wasserfall hübsch anzusehen. In Tulamben fanden wir sehr schnell eine Unterkunft. Nach dem Essen machten die anderen eine kliene Runde „Mittagsschlaf“ (so gegen 3 oder 4) während ich durch das Minikaff zog und schaute, ob man sich irgendwo an den „Strand“ setzten könne. Stattdessen wollten mich alle zum Tauchen und Schnorcheln überreden, mit mir Billardspielen und einen Fußball hab ich auch gekickt… Lange saß ich noch auf der Veranda und habe mich darüber gefreut, wie toll doch das Weihnachtsfest verläuft, wie gut ich Indonesisch kann (ohne Witz, ich hab so gut nach dem Weg fragen und mich mit den Leuten unterhalten können, ich bin inzwischen sehr zufrieden mit meinen Fortschritten). Nach dem Abendessen war dann mit uns aber wirklich nicht mehr viel anzufangen und wir fielen ins Bett.

Am nächsten Morgen verzögerte sich unsere Abreise, weil ich schon wieder einen Platten hatte und einen neuen Schlauch brauchte… dann waren wir aber sehr schnell in Tirtagangga bei dem Wasserpalast. Das war sehr beruhigend dort herumzusitzen. Ein wenig ein meditativer Ort. Von da aus ging es zum Pura Goa Lawah. Dem Fledermaustempel. Es war noh etwas enttäuschender als der andere, weil die attraktion dort die Fledermäuse in der Höhle sind. Die Fledermäuse kann man zwar sehen, aber die Höhle darf man nicht betreten, sodass wir sehr schnell wieder draußen waren, aber bei einem Eintrittspreis von 50Cent werde ich mich da nicht beschweren. Der Weg zurück verging dann gaz schnell, wiel wir immer nur unseren Pool vor Augen hatten. Wir duschten zwar zwischendurch im Regen, aber bis wir dann zu Hause waren, war eigenltich alles schon wieder getrocknet und der Sprung ins kühle Nass heißersehnt.

Das war mein gelungenes Weihnachtsfest.

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Erstens kommt es anders…

Dezember 28, 2012

und zweitens als man denkt.
Aufgrund einer Verkettung mehrerer Umstände bin ich meine große Tour doch nicht angetreten und habe sie verschoben. Stattdessen erkunde ich Bali in mehr oder weniger kleinen Unternehmungen.

Am 24. haben wir uns mit Marlene, ihren Eltern und Valeria Richtung Norden aufgemacht. Unser erster Stop war Jati Luwih. Auf Balinesisch heißt das soviel wie „wirklich wunderschön“ und wird nicht umsonst von manchen Einheimischen als Treppen in den Himmel beschrieben. Grün so weit das Auge reicht, im Hintergrund die Vulkane. Ich konnte mich gar nicht sattsehen. Das Grün wirkt so beruhigend, das ist ganz anders als bei uns auf dem Bukit und der Peninsula. Wir haben dann in einem kleinen Restaurant mit sehr leckerem Essen den Regenschauer abgewartet und sind anschließend weitergefahren Richtung Seen. Eigentlich wollten wir uns nur die Seen anschauen, aber als ich dann nach dem Weg fragte, machte mich ein Polizist darauf aufmerksam, dass es da ja diesen Tempel gebe, der auf den 50000IDR-scheinen abgebildet sei. Wo wir schonmal da waren haben wir uns dann auch gleich dafür entschieden den mal anzusehen. Eigentlich waren wir sogar ein wenig enttäuscht, weil der auf den Bildern schon immer etwas spektakulärer aussieht, als wenn man live davor steht, aber dafür sind auch unsere Fotos durchaus vorzeigbar 🙂

Wir fuhren dann weiter Richtung Singaraja, um noch schnell eine Schlafstätte zu finden. Dass wir bei dem Versuch in Lovina enden würden hatte ich mir schon fast gedacht. Also schnell zum Strand und nach den 120km des Tages erfrischen. Nach einer Dusche haben wir uns dann auf die Suche nach einem Restaurant am Strand gemacht. Wir saßen keine zwei Meter entfernt von den Wellen im schwarzen Sand und der Tisch neben uns erfüllte uns Musikwünsche mit Gitarre, Djembe und Gesang. Es wurde ein witziger heiliger Abend, wie man ihn selten erlebt. Eine bunte Mischung aus Locals und Touris, so etwa 15 bis 20 Leute insgesamt, die sangen, sich unterhielten und immer wieder auf Weihnachten anstießen. „Don’t worry, chicken curry!“ Ich musste wirklich viel lachen über die Lieder, die beeindruckenden Deutschkenntnisse, die anhand von DJ Ötzi Liedern demonstriert wurden und über den Fakt, dass alle Marlenes Eltern immer mit „Mama“ oder „Papa“ einleitend Zigaretten und Alkohol anboten. „Mama, you smoke? Papa, you want Araq?“ Es war herrlich und wäre ich nicht so müde gewesen, wäre ich bestimmt noch über kurz nach eins hinaus dort sitzen geblieben. Schlafen konnte ich jedoch trotzdem nicht wirklich, da in der Wand oder auf dem Dach oder was weiß ich wo Ratten oder Mäuse einen Heidenlärm machten. Irgendwann in der Nacht wachte ich auf, weil irgendwas gleich beim Badfenster übelst laut krachte. Ich dachte, da kommt was durchs Fenster gesprungen und reißt das Glas mit und hab nur die Badtür zugeknallt. Marlene und Vakeria kamen zum Glück in dem Moment heim, konnten sich aber nicht wirklich entscheiden, ob sie auf Grund meines Schreis lachen oder alamiert sein sollten. Sie entschieden sich eher für ersteres, aber wahrscheinlich war es auch eine ulkige Situation.P1100501 P1100507 P1100515 P1100526 P1100532

Kulturschock

Dezember 16, 2012

Auch wenn ich es nur sehr, sehr ungern zugebe und erzähle, nach fast zweieinhalb Monaten ist es vielleicht angebracht auch mal zu weinen, aber lasst mich erzählen.

Wenn man sich eine lange Zeit imAusland aufhält, kommt man kaum um den obligatorischen Kulturschock herum. Ich denke bei mir war es heute soweit.

Der Plan: Wir fahren mit meinen Villamitbewohnerinnnen in den Osten Balis und schauen uns Wasserpaläste und Tempel an.

Die Realität: Meine Mitbewohnerinnen wollen doch nicht mit. Also bin ich trotzig und fahr allein. Ich bin extra morgens um 7Uhr losgefahren, damit der Verkehr angenehm ist. Es war auch total gut! Ich konnte fahren und war schon eine Stunde unterwegs. Links und rechts erstreckten sich inzwischen Reisfelder, Palmendhen und rechts das Meer. Es war traumhaft und ich freute mir einen Keks. Kullerrund.

Dann taucht neben mir ein Polizeimotorrad auf und winkt mich links ran. Ich zeigte also brav Führerschein und Papiere und machte ein wenig Smalltalk. Mein Führerschein wäre ja nur für Auto, damit darf ich keinen Roller fahren, außerdem sind die Papiere nur Kopien und keine Originale blablabla. Am Anfang war ich noch relativ ruhig, aber als er mir dann 200.000IDR abnehmen wollte kriegte ich ein wenig Panik. Ich hatte nämlich nur 212.000IDR mit. Ich versuchte zu verhandeln, weil ich Angst hatte, dass mein Geld sonst nicht mehr für genug Benzin für den Rückweg reichte. Blöd, das Geld hab ich abgegeben und auch noch voll geheult. Während der eine Polizist leicht mitleidig schaute, ist der andere einfach losgefahren. Ich hab mich wieder auf den Roller gesetzt und bin schluchzend am nächsten U-Turn Richtung nach Hause abgebogen.

Ich fühlte mich einfach so hilflos und ausgeliefert. Wer diskutiert schon gern mit der Polizei? Die können dir ja auch erzählen was sie wollen. Was mich aufregte war auch weniger der Fakt, dass ich zahlen musste und die SUmme (auch wenn das Geld in meinem Projekt um einiges besser angelegt gewesen wäre…), wenn die Papiere nicht stimmen stimmen sie vielleicht irklich nicht und dann müsste ich in Deutschland ja auch Strafe zahlen und dann wohl mehr als 17Euro, aber dass sie sich immer gezielt die Leute raussuchen, die helle Haut haben nervt. Diese Diskussion kann man endlos führen und ich habe da grad keine Lust zu, aber auffällig ist schon, dass ich in den Routinekontrollen sonst immer ohne Bemerkung davongekommn bin und der Führerschein nie ein Problem war… Wie auch immer, von dem restlichen Geld hab ich dann meinen Tank aufgefüllt und bin wieder heim. Eineinhalb Stunden durchgeheult. Mein Tag war ein wenig im Eimer, aber immerhin war ich um 10Uhr wieder daheim und hab den Rest des Tages noch vor mir. Ich bin dann wieder los zum wunderschönen KutuhBeach. Da ist es auf jeden Fall ruhig und man hat bei einem Banana-Chocolate-Milkshake viel Zeit für sich und zum Nachdenken.

der 160km Samstag

November 25, 2012

Eat Pray Love Fans werden sicherlich die Ohren aufsperren, wenn ich sage ich war am Samstag in Ubud. Wir waren auf dem 3-stöckigen Basar, bei dem ich mich im Handeln üben und mein Indonesisch anwenden konnte (auf welches ich mittlerweile schon recht stolz bin, wenn es sich auch noch alles auf small talk beschränkt). Ich muss wohl zugeben, dass ich auch ein wenig was gekauft hab 🙂 Nach ausgiebigen 3h Basar oder so, sind wir nach einem kurzen Essensstop noch zum MonkeyForest. Da ich in der Gegenwart von Affen leicht panisch werde, hab ich es sehr genossen, mit Marie davor zu warten und durch den Reiseführer zu blättern. Der folgende Stop waren die Reisterrassen, leider war gerade ein neuer Zyklus angefangen, sodass alles eher schlammig als grün aussah, aber ein wenig beeindruckt war ich schon. Die Suche nach einer bestimmten Kaffeeplantage war wenig erfolgreich, dafür sind wir dann zu einer gebracht worden, auf der wirklich sehr sehr nette Leute uns herumgeführt haben. Wir bekamen sechs verschiedene Kaffe/Teesorten zum Probieren und haben anschließend noch im Shop etwas mitgenommen. Sehr geil!

Als wir dann fragten, wo wir uns befänden und wie wir am schnellsten zurückkämen waren wir doch leicht geschockt. Kintamani. Kintamani ist auf der Karte schon fast an der nördlichen Küste. Das erklärte uns zumindest, warum es schon ziemlich kühl wurde. Marlene und ich sind dann innerhalb von 2h die 80kilometer wieder zurück nach Ungasan gefahren.

Heute hab ich schonmal für die kleinen Kinder für morgen Nachmittag was vorbereitet (Zahlen) und nachmittags waren Marlene und ich am Strand. Es war so unbeschreiblich! Keine Sau und wunderschöne Klippen! Wir lagen dann im vor dem Schatten einer Höhle unter deren Decke man Fledermäuse beim Schlafen beobachten konnte. Idyllisch. Nur die 300 oder 400 stufen, die wir hoch und runter kraxeln mussten waren ganz schön anstrengend! Man merkt halt, wie die Kondition hier verloren geht, wenn man den ganzen Tag nur auf dem Roller und im Büro sitzt…

Tanah Lot

November 21, 2012

Keine Nachricht ist eine gute Nachricht. Das sollte wohl das Motto für meinen Blog demnächst werden. Es ist einfach so viel lps im Moment, dass ich nicht die Ruhe finde, alles aufzuschrieben.

Im Büro geht das Telefonieren munter weiter. Aber immerhin gibt es auch Zusagen. Eine über 400USD Voucher hab ich jemandem aus dem Ohr gelabert, und viele kleine Sachen. Morgen fahr ich zum Bali Zoo und zum Birdpark, um die Vouchers abzuholen… Das wird ein schöner Trip. Ich freu mich immer über so Momente, nur ich und mein Roller.

Heute habe ich das erste mal das gesehen, wofür Bali so berühmt ist. Das Grün der Reisterrassen. Wahnsinn! Es war so beeindruckend und unbeschreiblich! Leider konnten wir nicht anhalten und uns satt sehen, weil wir dem Sonnenuntergang entgegenfahren mussten. Wir waren nämlich unterwegs nach Tanah Lot, einem Tempel am Wasser. Wir saßen auf dieser Steinbrücke und ich hätte mal wieder vor Freude in Tränen ausbrechn können. Ich liebe Bali! Kommt alle her!

Das Internet ist leider im Moment für Bilder zu langsam. Das wird nachgereicht.