Archive for the ‘Kultur’ Category

Mannheim – Leben im Quadrat (+Karlsruhe)

Dezember 2, 2014

Mannheim hätte ich ja nie auf meine Reiseliste gesetzt, wenn ich nicht eine ganz bezaubernde Einladung erhalten hätte. Also habe ich meine sieben Sachen gepackt und mich in den Süden Deutschlands begeben.

Man sagt wahre Freundschaften erkennt man daran, dass egal wie lange die Freunde von einander getrennt waren, sie sofort wieder dort anknüpfen können, wo sie aufgehört haben. Nun, es ist sicher nicht ganz einfach, wenn man sich vom idyllischen Bali kennt einfach so abends im dunkeln Mannheimer Bahnhof zusammenzufinden, aber warum nicht versuchen die tropische Stimmung und Erinnerungen auf die geplante Stadt zu übertragen 🙂
Seit dem 8.Jh ist die Siedlung zwar urkundlich erwähnt, aber erst im 17.Jh wurde es wirklich spannend und wuchs, als der pfälzer Kurfürst Friedrich IV beschloss dort seine Residenzstadt und Festung zu planen. Vom Schloss aus, welches die heutige Universität beherbergt, bei deren Anblick zu Recht jeder Student einer dieser traditionslosen Unis, wie diese auf denen ich bisher ein studierte, ganz gelb vor Neid wird, gehen die Straße durchnummeriert und alphabesiert ab. Verlaufen ist in Mannheim nicht. Zum Glück. Man muss sich zwar daran gewöhnen Briefe mit „X1 23“ als Straße/Hausnummer zu adressieren, aber ansonsten seh ich nur Vorteile.
Neben dem Schloss gibt es noch weitere Highlights. Der Wasserturm der sich am Ende der Shoppingmeile befindet bietet ein herrlich ruhiges Fleckchen zum verweilen, lesen und Leute beobachten.

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Ans Herz legen möchte ich jedem Besucher das Mémoires d’Indochine einem überaus köstlichen Lokal, welches die asiatische Küche durchaus authentisch (und ich würde dieses Wort nie unüberlegt nutzen) serviert. Das Cafe Prag hat mir auch sehr gut gefallen, ebenso wie sämtliche Kirchen und alten Häuser die ich beim umherrstreifen durch die Quadarate entdeckte aber nicht zuordnen kann 🙂

Nicht weit entfernt, umgenau zu sein eine Stunde weg, befindet sich Karlsruhe, eine zur Zeit meines Besuchs von Baustellen überschüttete Stadt, die ich trotzdem froh war besucht zu haben, nicht zuletzt erneut wegen einer beim Essen zu pflegenden Freundschaft. Das Schloss wird großartig präsentiert und die Ausstellung ist, wenn auch wahnsinnig umfangreich sehr informativ und gut aufbereitet. Museumspädagogisch wertvoll würde ich sagen. Beim Blick vom Schlossturm kann man wunderbar die Fächer der Straßen erkennen, die sich im Gegensatz zu Mannheim elegant wie in Sonnenstrahlen vor einem ausbreitet. Der Marktplatz hatte einges an alten Monumenten zu bieten, war nur leider hinter Bauzäunen nicht sehr genießbar.

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Reisen zu Freunden sind die schönsten, denn vor Ort begegnet man nicht nur einer neuen Stadt, sondern diesen wundervollen Menschen, die einen aufnehmen, herumzeigen, in die lokale Kultur einführen und bei denen man dieser Mensch sein kann, den man sich schon lange zurücksehnt. Man findet beim Auflebenlassen alter Erinnerungen sich selbst aus einer anderen Zeit wieder und wundert sich, wie weit man sich mal wieder entwickelt, was man wieder erreicht und wer man inzwischen geworden ist. Je nach Zufriedenheit nimmt man sich das Versprechen ab eben dieser Jemand wieder mehr zu sein oder bricht in Jubel aus diesen zurückgelassen zu haben. Die Reise als Selbstreflektionstherapie. unbedingt zu empfehlen!

No appropriate title for this cheesy post

September 23, 2013

It is way past midnight but my sobbing heart won’t let me sleep. The last few weeks have been pretty challenging for me. Moving to a new city for my Masters Program involves so much organizing, tasks to take on that were new to me, decisions to make which I am not good at and also saying goodbye.

It is truly not the first time I have to say goodbye, or as I prefer, say: „See you again soon.“ But it doesn’t get easier at all. There are these moments that you find yourself blinking away tears in a random night bus, because you realize just how much you are going to miss these awesome people that accompanied you through the last years. All my life I have been blessed with friends that I can’t be grateful enough for. There are those that made my time in school the greatest. Those that came to hear people read their random stories in the sketchiest places nearly every evening. There are those I met in Ecuador, the family that took care of me as if I was their own daughter and sister, my hermanas from the States and Germany I got to do so many adventures with, just hang out at the beaches with candy apples or jumping off bridges. There are those that made my life in Bremen just perfect. Friends that let me crash their couch when my newly painted, empty room gives me a headache. Those that ask me to join the football game, cause they got a spare ticket. Those that would not mock me, because I played the e rather than the es. And those that would 🙂 Those who give me never dreamed of opportunities which let me grow an enormous amount. Those that won’t stop recommending books or writing letters. Those who pass the little white plastic ball and let me score the goal. Or those that give me bruises all over because it is my turn to be goalie. Those who feed me tuna at 4am to prevent the worst of hangovers. Those who just shut up and dance. Those who say: I love you despite your haircut. Those that ask: When are you moving, I will help. Those on Bali that made my internship so easy and full of learning. Those who take you to their very own village and share their culture and friendship. Those that drive 6 hours in total just to have you see the most amazing angklung concert. Those that are busy but still take 3 hours each week to teach you bahasa indonesia. Those that fear their English is aweful (which it isn’t) and still have the courage to be interviewed and talk about the challenges for women in their society. Those who will always proof read and which say thanks for proofreading their papers in exchange. Those who share their stories. Those who believe in you and push you through hard times. Those who make surprise farewell gifts and offer to always have a place to sleep when you decide to visit. And so many more.
The amount of friends on facebook has become a factor of how popular someone is over the last few years. We present versions of ourselves that we would like to be. Sometimes it is a desperate attempt to get some conformation and to reassure yourself that your friends are taking part in your life. I understand that people criticize social networks for making personal meetings somewhat redundant, however I value it for that possibility. It lets me keep the contact to people I don’t dedicate enough time to to write personal emails. I can react on single posts that I feel are important and I love to follow the development of people from overseas. Some people might not realize how important they were for me and rather put me into the drawer of random acquaintances, (those I met in hostels, on 14h layovers on airports, in a club or in that one class we shared years ago) but they will always be part of my personal story.

So, Thank you. Thanks for being part of this journey that is going to take an exciting new turn when I move to Cottbus next week to start my World Heritage Studies. Someone important just recently said: “It’s so great when good people achieve their goals.” All of you are such kind, generous people and I hope you are on your way towards that goals or at least on the way to figuring out what these actually are (just as me).

Und zur Abwechslung mal….

April 14, 2013

TEMPEL!
Waer haette das gedacht, ich gucke mir schon wieder Tempel an, dabei sollte man meine nich habe in den letzten sieben Monaten nichts anderes gemacht als das.
Aber Angkor Wat, mein persoenliches, grosses Asienfinale! Der groesste religioese Komplex welteit! sagenhaft! Ich bin so gluecklich!
Also, ich habe fuer stolze 40$ den drei tage pass erworben mit einem huebschen Foto und einem guten Gefuehl. Mit meinem Tuk TukFahrer, den ich immer nur an seinem Hemd merken kann, dessen Farben leider taeglich Wechseln, also auf durch die Tempel und… Touris ansehen… 😦 So viel Touristen, oh man.
Aber ich draengle mich erfogreich vorbei, warte jetzt nicht mehr geduldig, bis alle 100 Touris ihre Fotoxs geschossen haben und ich nicht mehr durch die Sucher laufe und staune.
Man kann sich mit ein wenig Fantasie die Touristen wegdenken oder versuchen sich auszumahlen wie die traditionellen Gewaender aussahen und sie sich als Teil der alten Kultur vorstellen, durch deren Bauwerke man hier wandelt. Man hat sofort das Gefuehl diese hunderte von Jahren zu ueberwinden und mittendrin zu sein in einem Volk, das viel Wissen und eine tiefe Verbundenheit zu ihrem Gott fuehlt. Mit offenem Mund laufe ich durch die Tempelanlagen, die alle unterschiedlich sind und von denen viele sao wenig abgesperrt und vorbegebene Wege aufgezeigt werden, wie das in Deutschland in einem Weltkulturerbe niemals moegklich waere…
Ich fuehle mich wie Indiana Jones als ich durch den Tempel laufe, in dem Tomb Raider gedreht wurde. Tempel, die von Baeumen nahezu gefressen werden.
Tag zwei. Mein TukTuk fahrer, heute in schwarz weissen Streifen, verschlaeft und wir rasen dem Sonnenaufgang entgegen. Es war trotzdem schoen anzusehen. wie dich die sonne ueber diese majestaaetischen Bauten erhebt und alles in einen Glanz versetzt den man nie mit der kamer wird festhalten koennen.
Anschliessen sind wir so frueh an den Tempeln, dass ich viele ganz allein durchstreifen kann. Ohne Witz, das ist mir dann doch ein wenig zu vil Indiana Jones und ich laufe aengstlich durch die dunklen Tempelgaenge. wahnsinn, trotzdem.
Der dritte Tag ging sehr schnell. Nur drei Tempel und nach 2h war ich durch. Ich dneke es waren dann doch genug Tempel und ich wollte die ewigen Stufen einfach nicht mehr laufen. Stufen… Ich lobe das balinesische Stufenmass, bei dem jede Stufe zwar individuell, dafuer aber immerhin fuer die kleinen Balinesen ordentlich zu nehmen sind. Die Stufen hier sind eher so, dass ich ordentylich klettern muss und immer darauf achten die schmalen, von vielen Touristenschuhen geschiliffen Stufen nicht runterzurutschen. Hui, und es ist so warm, aber besser als frieren.
\Na dann, frohes Khmer Neu Jahr! Heute und die naechsten drei tage wird gefeiert, dabei bin ich doch echt kein Neujahrfan… Aber unterschied macht es eigentlich nicht… offen ist trotzdem alles und gross feuerwerk oder so war auch nicht!
ich werde weiterbeobachten

Noch 9 tage bis ich wieder in berlin lande.

Museen und Schwimmende Doerfer

April 14, 2013

In Siem Reap ist nicht viel los, nur Restaurants und Maekte mit vielen Souveniers. Kein Wunder also, dass ich mir durchaus gerne mal eine andere Beschaeftigung suchen will. Ich also im Tuktuk zum War Museum (Kriegsmuseum). Die Geschichte des Krieges in Kambodscha ist lang und ich weiss nicht wirklich viel darueber. Das Museum hat mein Wissen such nicht wirklich erweitert. Vielmehr war ich fasziniert von dem surrealen Setting. Panzer, schwere gechuetze und unendlich viele verschiedene Maschinen, entworfen um Menschen das lebven zu nehmen, viel zu friedlich eingebttet in einen Hain mit mangobaeumen. Ich wurde dazu ermutigt in Panzer zu klettern, verwitterte Trucks und Flugzeuge von innen zu bestaunen und selber Feuerwaffen („just take care“) in die hand zu nehmen. All das habe ich nicht gemacht, weil ich die Stimmung irgendwie nicht zerstoeren und all diese Grausamkeiten lieber weiter verrotten und unter den Mangos vergraben wollte.
Anschliessend war mein TukTukFahrer, dessen Namen ich mir immer noch nicht merken kann, so freundlich und hat mich weiter zum National Museum gefahren. Das war schon viel mehr mein Ding, weil um einiges mehr Tempel und Ethnologie und Traditionen und so erklaert wurden. Ich war erst ganz schoen aufgebracht weil ich 12$ fuer den Eintritt zahlen musste, aber das Museum war echt gut aufgebaut. Nur diese langweilige Ewinfuehrung in diesem Film, der das Museum zeigt und eindruecklich auf den Museumsshop hinweist, und auf den sie wohl sehr stolz sind, den haetten sie sich gut spraen koennen. Ich lernte einiges dazu, vieles was gerade aber den Hinduismus betraf wusste ich aber schon von Bali. Ich fuehlted mich aber anschliessend gut auf die Tempel Anlagen von Angkor Wat votbereitet. Ich konnte mir in Erinnerung rufen, schonmal was von den Vedas, gehoert zu haben, zu deren Geschichten die Mahabarat und die Ramayana gehoeren, mit denen ich auf Bali vertraut geworden bin. Ich lernte, dass Ganesha, der Elefantenkoepfige Gott der Weisheit entstand, weil der wuetende Mann (Shiva) seiner Mutter Parvati, dem kleinen Ganesha den Kopf abriss und anschliessend in einer komplizierten Verflechtung der einzige Weg ihn wiederzubeleben war, ihm den Kopf des ersten Lebewesens, das mit Kopf in Richtung Norden starb aufzusetzen,welches ein Elephant war… kompliziert, ich weiss.

Weniger kompliziert, aber umso beeindruckender waren die Schwimmenden Doerfer, zu denen wir eine Weile Tuktuk und Boot fuhren. Wie eine richtige Stadt habe sie einfach ihre Doerfer aud Bambus oder leeren Tonnen gebaut und schwimmen jetzt mit Buedchen, Krankenhaus, Shculen und allem was man so braucht ueber den Tonle Sap… Genial anzusehen! Unser Guide war ausserdem so nett uns Bier auszugeben, was nicht ganz so schlau war, weil ich kein Mittag hatte, aber ich bin ohne ins Wasser zu fallen heil wieder angekommen!

Siem Reap

April 8, 2013

Aus verschiedenen Gruenden habe ih meinen Trip ein wenig veraendert und bin von Hiroshima direkt nach Siem Reap geflogen.
Hier ist es endlich warm, gibt wieder gewuerztes Essen, nicht ganz s scharft wie auf Bali und ich fuehe mich sehr wohl. Es ist ausserdem alles um einieges billiger und Angkor at stand ja eh als mein grosses Finale fest.
Es stinkt riecht enlich wieder nch Asien, und es sind viele Motorraeder (nicht Roller) und TukTuks unterwegs. Was neu ist: Man wird hie nicht wie sonst mit Mister oder Miss begruesst, sondern mit Lady, mal was anderes und vermeidet confusion! Sehr schoen.
Womit ich nicht gerechnet hatte: Khmer New Year ist vom 14.-16.4., ich ewrde also dieses Jahr drei mal ins neue Jahr feiern! Hurray!
Na dann, warme Gruesse aus Kambodscha!

Hiroshima muss auf jeed To do Liste!

April 8, 2013

Hiroshima ist eine ganz grossartige Stadt! Sie ist klein, ueberchaubar und man laeuft sich die Fuesse nicht so wund wie ich es in Kyoto und Tokyo getan habe. Man laeuft entlang des „Path of Culture“and „Path of Peace“, ueberquert den Fluss mit den -ihr ahnt es- Kirschblueten und kann im wundervollen Shinkuen Garden flanieren und die Ruhe geniessen. hne witz, dieser Garten ist wohl mein Favorit von allem was ich gesehen habe in Japan. (ausser vielleicht dem Fushimi Inari Tempel mit den 1000Torii) Das tolle an dem Garten ist, das die Idee die sich hinter der Architektur versteckt war, dass man viele Landschaften in klin abbildet. Wenn man dann ueber die beschaulichen Bruecken Richtug Huegl lauft kann man sich unschwer dem Eindruk erwehren, es sei eine atemberaubende Berglandschaft an einem chinesschen See. Sogar Resifelder und Savanne konnte ich entdecken.
In Hiroshima muss man natuerlich auch den Atomic Bomb Dome, direkt am Fluss und das Museum im Memorial Park ansehen. das museum ist richtig gut gemacht und man lernt iel dazu und aendert seinen Blick auf die ganze Geschichte vom 45. Wenn man hinterher die Spirale zur Hall of Remembrance herunterlaeuft und sich ein wenig an die Stehlen vom Holocaust Denkmal in Berlin erinnert fuehlt nimmt es einem shon etwas den Atem. Im Museum kann man ausserdem am Ende Videos von Zeitzeugen ansehen. Das sind wohl die intensivsten 30 minuten des Rundgangs. Unbeding zu empfehlen!
Einen Tempel gibt es natuerlich auch und die beruehmten gefalteten Kraniche. Die Kraniche gehen aus von der Geschichte eines Maedchens, die zum Zeitpunkt er Expolsion 1 oder 2 Jahre alt war und 10 Jahre spaeter Leukaemie diagnostiziert bekam. Sie hatte gehoert, dass, wenn man 1000 Kraniche faltet, ein Wunsch in Erfuellung geht. Der Kranich ist in Japn ein Symbol fuer Gluck und ein langes Leben. In meinem Reisefuehrer steht dramatisch, dass sie die Kraniche nicht alle hat falten koennen, aber ihre Klassenkameraden, haben die letzten nach ihrem Tod beendet. Im Museum heisst es, sie habe sogar ehr als 1000 gefaltet und es ging ihr weniger um die Anzahl als um den Fakt, dass sie jeden Kranich mit dem Wunsch und der Hoffnung auf Heilung versah. Letztere ist wahrscheinlich die glaubhaftere Version, die erste ruehrt aber mehr…oder?
Achja, Das Schloss uss man nicht gesehen haben, aber Okonomiyaki sollte man probieren!

Wenn nachts das Bettchen wackelt…

März 28, 2013

greift man schnell nach der Anleitung fuer Erdbebennotverhalten. War aber nur ein kleines Beben vorletzte nacht.
Heute habe ich den Tokio Tower erklommen (mit dem Fahrsstuhl versteht sich) und mir ein wenig Toyo von oben im Nebel angesehen. dann bin ich noch durch den Zoji-ji gelaufen, ein Kirschblueten getraenkter Tempel, bei dem eine Reihe von kleinen Kinderstatuen steht, die alle ein rotes Muetzchen auf und eine Windmuehle vor sich stehen haben. Erklaerungsversuche? Ich habe irgendwas von abgetriebenen und Totgeborenen Babys gelesen, vielleicht sind das spezielle Schreine fuer diese Kinder.
Dann bin ich abgeduest nach Shinjuku wo ich eine Weile durch die Gegend irrte, bevor ich die Kreuzung gefunden hatte an der ich mich vermeintlich mit Uli treffen wollte, der wie es der Zufall will auch mal eben so in Tokyo ist. Nachdem ich natuerlich an der falschen Kreuzung stand (ist auch zu verwirrnd, habe ich durch zufall in einer filmreifen Aufholjagd doch noch dafuer gesorgt, dass wir gemeinsam einen Kaffee unter Kirschblueten im Sonnenschein trinken. Klingt kitschig? ist es auch, aber es war zu witzig. Danke Danke Danke Uli, das werd ich so schnell ncht vergessen.
Nachmittags bin ich dann noch ein Ticket nach Nikko-tobu kaufen gegagen und muss dann morgen frueher als geplant die Stadt verlassen, aber egal, ich freu mich auf neues.
Mir sind in meiner ganzen Zeit in Tokio (5Tage) nur 9Hunde begegenet. In Bali ueberfahre ich mit dem Roller ja schon fast 10 Hunde auf der Strecke von der Villa zum Supermarkt (500m)…

Tour de Bali Tag 2

Februar 5, 2013

Die Tour durch den Nationalpark war aufregend. Ganz unindonesisch kam der Guide viel zu früh, sodass wir uns noch gar nicht mit dem Frühstück fertig waren und dann schnell unsere Sachen wieder in die Rucksäcke quetschen mussten.

Schnell wurde uns bewusst, wie viel uns an Kondition fehlte und nur zu gern wären wir mit dem Roller durch den Wald gefahren, aber da es uns schon mit den Beinen an Standfestigkeit mangelte wäre das wohl eher eine semigelungene Unternehmung geworden. Wie das in der Regenzeit so üblich ist war der Boden des Waldes an einigen Stellen ziemlich durchweicht, daher kamen wir in den Genuss einiger abenteuerlicher, außerplanmäßiger Rutscheinlagen. Wir durchquerten ein paarmal den Strom, der sich durch den Wald windet, wobei wir beim ersten mal noch den Versuch unternahmen die Schuhe aus- und wieder anzuziehen, was wir die nächsten Male jedoch spontan unterließen, weil wir beim Überqueren einem Waran begegneten, der aus dem Fluss heraus flink ins umliegende Gebüsch schoß. Naja, nicht ganz, den Waran haben wir schon gesehen, aber die Schuhe ließen wir eigentlich an, weil wir eh schon so tief im Matsch gesteckt hatten, dass sie auf diese Art kurz wieder ihre natürliche Farbe wiedererlangten. Wir sahen riesige Eichhörnchen, bunte Vögel, Tausendfüßler von der Größe, die ich nur aus dem Zoo kenne, beängstigende Spinnen unter deren Nestern wir uns vorsichtig duckten, Geckos, große orangefarbene Insekten aus einer Gattung irgendwo zwischen Heuschrecke und Biene… Auch die Schlange blieb uns an dem Tag nicht ersparrt 🙂 Es war ein gelungener Spaziergang mit großartiger Aussicht! Und unser Tourguide war äußerst kompetent. Immerhin konnte er uns ein kleines Loch zeigen, in dem wahrscheinlich ein Skorpion wohnte (oder eine bestimmt ebenso gefährliche stinknormale Waldmaus) und seine Faunakenntnisse waren schwer zu übertreffen. „Hier ein Ficus, hier ist noch ein Ficus. Dieser Ficus ist besonders schön. Der Ficus da drüben hat eine ausgeprägten Character.“

Wir setzten unseren Weg Richtung Osten an der balinesischen Nordküste fort und machten in Lovina halt, wo wir uns die bekannte Delfinstatue anshen, aber nur nebenbei, denn eigentlich diente der Stop dazu uns Matsch, Spinnweben und Schweiß aus dem Wald im kühlen Meer abzuwaschen.

Anschließend setzten wir unsere Tour fort und waren nach etwa vier einhalb Stunden Gesamtfahrzeit an diesem Tag in Amed. Wir gönnten unseren geschundenen Körpern ein wirklich schönes Hotel mit Infinitypool (klingt einfach besser als Überlaufpool). Dort verbrachten wir den restlichen Nachmittag und bewegten uns auch zum Dinner nicht mehr weg, weil wir den Anblick der harten Rollersitze einfach nicht mehr ertragen konnten.

Ein Bericht in drei Teilen – Tag 1

Februar 5, 2013

Vier Tage

Drei Mädels

Zwei Roller

Einmal rund um die Insel

 

…und 100 Wettergötter auf unserer Seite.

 

Der Plan die kleine indonesische Insel komplett zu umrunden stand schon eien Weile und wir hatten uns endlich geeinigt, das erste Februarwochenende sollte es werden.

Freitagmorgen brach ich also um kurz vor acht Uhr, in mein Regencape gehüllt auf. Die ersten 3 Kilometer wren die schlimmsten! Die Straße gleich bei uns „links vom Nirmala“ (ist bei uns eine äußerst geläufige, wenn auch Insiderverdächtige Beschreibung) weist Schlaglöcher auf, in denen mal eben mein kleiner Roller versinken könnte. Getarnt durch das Wasser, dass die Tiefe des jeweiligen Lochs geschickt versteckt, wird dieses Labyrinth zum ersten großen Abenteuer der Reise. Dennoch komme ich, wenn auch leicht durchnässt (ein hoch auf das regencape), voller Vorfreude in der Bali Bakery an, in der wir uns für den kommenden Tag stärken wollen. Das Frühstück ist zwar lecker und ausreichend, aber normalerweise würde ich mir das nicht gönnen (50.000 IDR! 4 Euro! Abendessen bekomme ich für nicht mal 60 Cent, wenn ich will).

Anschließend machten wir uns auf auf unsere große Tour. Nach etwa einer Stunde konnten wir das Regencape dann wieder einpacken und unter der brennenden Sonne Balis an den von mir ja nur äußerst selten umschwärmten grünen Reisfeldern vorbeifahren. Ihr macht euch keine Vorstellung von der Idylle! Unfassbares grün und immer wieder mal das blaue Meer und der endlose hellblaue Himmel, nur gestört durch die ohrenbetäubenden Lastwagen, die in einem Mördertempo an uns vorbeischießen. Wie Ameisen schlängeln sich Kolonnen von Lastern vor uns her. Hintereinander und scheinbar das mehrfache von dem Gewicht geladen und in beängstigende Höhen aufgetürmt, als sie eigentlich tragen sollten. Ansonsten sind die Straßen aber angenehm zu fahren. Nicht viel Verkehr und wenn dann ist das Überholen unkompliziert, entweder wir überholen oder werden überholt. Nie wird dabei das obligatorische Hupen vergessen, obwohl ich nie weiß, ob sie hupen weil sie Überholen (was hier zum guten Ton gehört) oder weil sie drei weiße Mädels mit Rollern durch die Gegend fahren sehen. Meist schließe ich auf letzteres, da sich nicht selten halb aus dem Beifahrerfenster stürzt um uns zu winken, „Hello“ zu schreien oder nur nochmal zu gucken.

Highlight an dem Tag war der Lebende Tunnel. Ein Banyanbaum, der über die Straße wächst und durch den man hindurch fährt. Dort machten wir eine ausgiebige Pause, was besonders unsere Hintern dankbar registrierten.

Dann ging es weiter bis nach Gilimanuk, der westlichsten Stadt Balis, die alle Laster ansteuern, oder als Ausgangspunkt haben. Der Hafen Gilimanuks fungiert nämlich als Hauptexport/importgüterumschlagplatz (falls das ein gültiges Wot ist) zwischen Jawa und Bali. Unterwegs fuhren wir an vielen verlassenen und mit Grünzeug zugewucherten Hotelanlagen und Bungalows vorbei. Einst war um einiges mehr Tourismus im Westen, wo die Strände schön, das Klima etwas angenehmer und es auch nicht so Überlaufen war. Nach den Bombenanschlägen in Kuta lief der Tourismus jedoch so schleppend wieder an und konzentrierte sich anschließend so stark auf den Westen, dass die abgelegeneren Gebiete keine Chance hatten mitzuhalten. In Gilimanuk angekommen suchten wir nach einem netten Homestay, besorgten uns für den nächsten Tag eine Tour durch den Taman Nasional Barat (den Natinalpark im Westen), aßen zu Abend (wobei wir das letzte mal unsere Regencapes auspackten) und verbrachten den restlichen Abend auf der kleinen Terrasse.

manchmal reicht die Sprache nicht aus, um zu eschreiben was man erlebt

Dezember 30, 2012

Manchmal würde ich gerne einfach einen Titel wie diesen posten und dann den Artikel leer lassen. Einfach eurer Fantasie freien Lauf lassen und mir die Mühe ersparen nach den richtigen Worten zu suchen.

Erschöpft von dem ewigen Rollerfahren, beschlossen wir erneut zu fünft eine Tagestour mit Fahrer zu buchen. Im Auto durch die Gegend gefahren zu werden und sich um nichts kümmern zu müssen ist ja so entspannend! Man kann die ganze Zeit aus dem Fenster schauen und muss beim stockenden Verkehr nicht aufpassen, dass einem der Fuß überfahren wird! Großartig!

Wir wurden also morgens abgeholt und fuhren los Richtung Kintamani. Durch Straßen und Umwege, die tatsächlich weniger befahren schienen als die Hauptstraßen die ich sonst immer fahre. Unser erster Halt waren die Kaffeeplantagen. Marlene und ich kannten den Prozess des Katzenkaffees zwar schon, aber für die anderen war es sicher nochmal… interessant. Die kostenlosen Proben haben wir natürlich alle genossen, nicht den teuren „Poo-Coffee“ wie es immer so schön heißt, sondern den süßen Ginsengcoffee und Lemontea und und und…

Anschließend fuhren wir zum Mittagessen zu einem Restaurant, von dem man einen wahnsinns (und das beschreibt es noch nicht einmal annähernd) Blick auf den Berg Batur mit dem zugehörigen See und den Berg Agung hat. Beides übrigens Vulkane. Erst wollte ich mich weigern, weil das Essen so teuer war, aber es war halt Buffett und man konnte so viel essen wie man wollte. Das hab ich irgendwie dann auch ausgenutzt 🙂 So viel hab ich schon lang nicht mehr gegessen und das wird wohl für die nächsten Tage reichen. Mit immer wieder kurzen Stops um Fotos von der atemberaubenden Landschaft machen zu können, fuhren wir nun zum Muttertempel. Das ist DER Hindutempel und heilige Ort auf Bali. Vor etwa 50Jahren wurde er nämlich von einem Ausbruch des Gunung Agung verschont. Die Lava floß einfach um den Tempel herum.

Es war schon sehr beeindruckend, was das für eine große Anlage ist. Wir durften sogar der Zeremonie ein wenig zusehen, die gerade lief und haben noch erfahren, dass die Reiskörner, die die Gläubigen am Ende bekommen und von denen ein paar auf die Stirn, einige zum Hals geklebt und noch ein paar andere gegessen werden für die Samen der Reinheit stehen. Sie sollen die Hindus daran erinnern, ihren Geist, ihr Herz und ihre Worte rein zu halten.

Die Rückfahrt verlief sehr entspannt und obwohl es nicht sehr anstrengend war, schläft man auch im Auto sehr viel besser als auf dem Roller.

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