Archive for Juni 2011

Baltimore

Juni 7, 2011

Den Freitag verbrachte ich in Baltimore, am Inner Harbour, der jedes Touriherz höher schlagen lässt 🙂 Ich war erst im Aquarium um mir mal wieder Schulklassen Fisch anzusehen. Das war beeindruckend. Es gab ein großes Haifisch/ Rochen-Becken in der Mitte des Gebäudes, welches man von allen Etagen von oben einesehen konnte. Darin schwammen viele Tierchen herum, es wurde also nciht langweilig. Man fuhr mit Rolltreppen darüber hinweg in die nächsten Etagen. Schlau schlau konstruiert. Naja und ansonsten gab es halt viele Fische zu sehen. Einige Sonderausstellungen, wie Australien und Regenwald, aber der Hit waren die Quallen. Wirklich sehr faszinierende Tiere, lassen sich einfach so von der Strömung dahin treiben, wohin sie sie bringt. Beneidenswert.

Anschließend bin ich durch die Malls getingelt, um nach Souvenirs und vor der Hitze Schutz zu suchen. Da ich noch nicht hungrig war, beschloss ich noch vor dem Essen ins Visionary Art Museum zu gehen. Das kann ich nur jedem empfehlen! Sehr ausgefallene Ideen. Ich kann immer nichts damit anfangen und weiß nicht, was mir der Künstler damit sagen will, aber mich beeindruckt immer die Kreativität der Menschen, was sie zustande bringen können, wenn sie die richtigen Ventile finden. Favorit hier: Eine Filmcollage zum Ende des Lachens unterlegt mit dem Adagio for Strings von Samuel Barber (traumhaftes Stück, immer wieder!).

Nach dem Essen war ich in dem großen Buchladen, der in einem großen, alten Hafenspeicher seine Verkaufsräume hat. Da hab ich zwei Stunden durch Bücher gestöbert, bevor ich noch eine Weile am hafen saß. Dann hat Liz (Shellys Mitbewohnerin) mich abgeholt und wir sind zu Shellys Mutter gefahren. Dort haben wir dann noch letzte Hochzeitsvorbereitungen in Angriff genommen. Ich habe Programmhefte gestempelt und Herzchen angemalt… außerdem hab ich viele von Shellys Freundinnen schonmal kennengelernt. Da ich Schokolade aus Deutschland mitgebracht hatte, haben sie mich freundlich aufgenommen 😛

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Philadelphia

Juni 6, 2011

Dieses „kleine“ Städtchen ein wenig noerdlich von Baltimore war wohl mein persoenliches großes Abenteuer in den 3 Wochen. Das war nicht so geplant, aber nachdem ihc feststellen musste, dass Phillly in meinem Reisefuehrer ueberhaupt nicht enthalten ist, wurde mir schon ein wenig mulmig, als Shelly mich morgens zum Bus brachte. Egal, hab ich gedacht, irgendwas wird da schon sein, wo mich der Bus absetzt, es kann ja nicht alles so weit weg gelegen sein wie die White Marsh Mall in Baltimore.

Nach der 2 stuendigen Busfahrt musste ich mich erstmal ordentlich mit Sonnencreme behandeln, bevor ich mich in die Stadt wagte! Wie erwartet hielt der Bus an einem Bahnhof, in dem ich mich dann beruhigt umschaute und fand auch direkt ein Info-desk, an de ich eine Karte der Innenstadt bekam und eine Erklärung, wie ich am einfachsten mit der U-Bahn dorthin gelangen wuerde.

Im historischen Zentrum angekommen betrachteteich eher weniger ehrfurchtsvoll die Liberty Bell und die dazugehoerige alte, in Baugeruest eingezäunte Kirche, sowie die Congresshall, wie ich mich richtig erinnere. Aufgrund der Hitze beschloss ich wie bereits am Vortag, die Mittagsstunden in einem Museum auszusitzen. Also bin ihc in das National Constitution Center spaziert. Ich habe mir die Ausstellung über Spione, Verräter und äh… sonstige Untergrundgruppen angesehen. Sehr witzig, ich bekam am Anfang eine „Fallmappe“ in der Fragen drin standen, die ich beantworten hätte können. Da es aber keinen Preis gegeben hätte, hab ich sie nur mit mir durch die Gegend geschlurrt… Die haben übrigens alle bekommen, nicht nur Kinder, falls ihr jetzt denkt, ich hätte irgendwie auf mich aufmerksam gemacht 🙂

Anschliessendwar im Preis eine Vorstellung im hauseigenen Theater enthalten. erst hab ich gedacht, ach den Film brauchst du dir ja nun echt nicht ansehen, aber weil ich ihn ja mitgezahlt hatte, wurde ich eines besseren gelehrt. Kein billiger Film sondern eine ausgearbeitet Präsentation, die Planetarium-like an die runden oberen Wände projiziert wurde, mit einem Schauspieler, der ueberzeugend durch die Geschichte hindurch erläuterte wer „we, the people“ sind/waren/sein werden…

Hungrig und von den herrschenden Temperaturen ueberwaeltigt (90°) (F, versteht sich), suchte ich mir was zu essen. „Wenn du nach Philadelphia fährst, musst du ein Philly Cheese Steak probieren,“ meinten alle. Gesagt, getan. Ich hatte mich am morgen noch gewundert, weil Shelly und Liz sich ueber die Broetchen zum Steak unterhalten hatten, weil ich mir natuerlich ein Steak mit Käse überbacken oder gefuellt vorstellte, aber weil es montags auch das Riesenstueck Hähnchen aufs Sandwich gab, hab ich gedacht, na gut, die essen halt alles zwischen zwei Brotscheiben… Der Kellner hat sich wahrscheinlich ueber meinen Blick, als das Cheese „Steak“ dann kam, nicht gewundert. Ich wette alle Touris gucken so!

Also, für alle die es wissen wollen: Cheese Steak á là Philly ist Doenerfleisch in einer Art länglicher Pitatasche mit Käse vermengt! … natuerlich mit Fries.

Als ich am Abend von meinem Erlebnis berichtete, konnte sich vor Lachen kaum jemand halten.

Ich habe dann Bettsy Ross‘ Haus gesucht, die Frau, die die  erste US-Flagge nähte, und bin mir ziemlich sicher, dass ich es gesehen habe, allerdings bin ich an zwei Häusern vorbeigelaufen, auf die ein Pfeil mit „Bettsy Ross House“ stand, aber doppelt hält ja bekanntlich besser. Mein Favorit: Elfreths Gasse! Sehr alte, enge Gasse mit niedlichen Häuschen und so schoen beflanzt!

Ich saß dann noch 2 stunden oder so am Hafen (Penns Landing) und hab einem  jungen Maler zugeschaut, der ein wenig mit dem Wind zu kämpfen hatte. Unbeschreiblich, einfach am Wasser zu sitzen, kreative menschen zu beobachten und nichts zu tun, waehrend man eigentlich in der Uni sitzen muesste 😀 Ich hab mich gefreut, mal das historische Amerika ein wenig kennlernen zukönnen- Philyy war die erste Hauptstadt der USA, bevor es NYC und schließlich DC wurde, nur zu eurer Algemeinbildung!

Washington DC

Juni 1, 2011

Was fuer eine gruene Stadt, also im Vergleich mit NYC und Baltimore fand ich das tatsaechlich auffaellig. Das beste aber ist: saemtliche Museen sind frei!

Ich habe begonnen mit dem Air und Space Museum, in das ich eigentlich gar nicht hinein wollte, was mich dann aber sehr positiv ueberrascht hat. Genauso kann ich empfehlen das Mueseum for American History! Viele Themen werden abgedeckt und sehr gut aufbereitet. Man kann ohne weiteres alles ablaufen. Das Wetter war ein bisschen sehr heiss, weswegen ich mih grossteils in den Museen aufhielt, oder Eis ass 😉

Das weisse Haus hab ich auch von meiner to-do-Liste streichen koennen, genauso wie das Lincoln Memorial, vor dem ich eine ganze Weile sass und Leute beobachtete. Das juedische Museum, das ich unbedingt sehen wollt hab ich nicht finden koennne. Mist! aber was soll man machen, dann eben nicht.