Gedankensammlung

Mai 26, 2009 von kikigoesecuador

Nach dem letzten verzweifelten „ich will was schreiben, hab aber nichts zu berichten“-Eintrag is jetzt wieder ne Menge passiert.

Freitag: Ein aufregender Tag. Als wir im Winter die Bauarbeiten hatten aber ich ja schon die Stirn gerunzelt über das Verlegen von Fliesen. So wie die immer Wasser zum saubermachen ver(sch)wenden müssten wir jetzt eigentlich überall und immer „nicht rennen/ vorsicht rutschgefahr…“-schilder aufstellen! Ein Wunder das so lange nichts passiert ist. Ihr habt ja gehört, dass meine Kinder sehr… aufgeweckt sind! Am Freitag haben wir also mal wieder Putztag gemacht und die Kinder haben ihr Shirts und Hosen mit sich drin als lebendige lappen benutzt! FUN! Bei der Hitze hab ich sie fast beneidet darum sich so nass machen zu können, aber das darf ich natürlich nicht, sonst ist der letzte rest ordnung verloren. Nachdem sich dann die rennende Señorita natürlich auf den Hosenboden gesetzt hat gab es aber so richtig ärger… aber das kann man sich doch bei Fliesen denken, oder… Naja dann vorm Essen als wir gerade alle auf dem Weg zum Speiseraum waren ist Natscha, unser eines behindertes Mädchen auch noch ausgerutscht. Wen wunderts, wenn mal wieder keiner richtig zugreifen will, wo natscha doch so schon nicht richtig laufen kann. Kurzum sie hat sich ganz schön den Kopf aufgeschlagen und während sie verarztet wurde hatten wir ganz schön damit zu tun die Schaulustigen Mädels zum Essen zu scheuchen. Und dann gab es mal wieder ne heftige Ansage von der Direktorin. Na, wo sie recht hat hat sie recht. Wir haben drei Mädels mit Behinderung, die jeweils von zwei Mädchen betreut werden, nichtsdestotrotz bin ich während ich mit den anderen Hausaufgaben mache ständig am rennen, damit Emily und Andrea keine Blumenerde wie Schokolade Futtern oder natscha sich nciht in der Sonne verbrennt… das war echt mal wieder so ein tag an dem ich ernsthaft an den Mädels gezweifelt habe. Ob sie das wohl je verstehn? Wahrscheinlich schon mit nochmehr Geduld. Die ich dann wahrscheinlich aber doch bald nicht mehr habe…

Samstag sind Wolle und ich mit der „Neuen“ zum Parque Historico! Ui is das immer schön ruhig dort! da haben wir ein paar schöne stunden gehabt und haben abends noch Sushi gegessen.

Sonntag sind Ines und ich nach Nobol. Ein kleines Dörfchen so ca. 30-45min von Guayaquil. Wir brauchten gefühlte 3h, weil wir überall anhielten und Leute Dinge verkauften, also alles wie immer in Ecuador. In Nobol stiegen wir aus und flüchteten uns erstmal aus der knallenden Sonne in den schützenden Schatten der Kirche. Wir fühlten uns gleich ein wenig unwohl. Wie blonde, Sonnenbebrillte Touris halt. Alle guckten und riefen uns Dinge hinterher. Wie immer halt. Wir sind dann erst zum malecón und wollten uns Narcissa ansehen. narcissa is eine Heilige deren wirklicher Körper mit einer maske bedeckt in einem Glaskasten (schneewittchen!?) in einer Kirche dort aufgebahrt wird. Wir standen also am Eingang der Kirche und beobachten die Ecuadorianer wie sie vor narcissa auf die Knie fielen und ihr inbrünstig Wünsche, Danksagungen oder Bitten entgegenbrachten. Wir konnten uns jedoch nicht weiter in die Kirche bewegen. Wir fühlten uns einfach total fehl am Platz. Halt wie Touris. Wir fühlten uns irgendwie nicht berechtigt dazu uns unter die menge Ecuadorianer zu mischen und narcissa die Aufmerksamkeit zu stehlen *hihi*

Wir machten dann noch eine kurze Kanufahrt mit einem kleinen Jungen, der fast die ganze Zeit vor angst durchheulte und vielen Leuten die uns an der badestelle zuwinkten… bloß gut, dass das kanu relativ schnell weiterfuhr. Als wir dann kurz vor dem anleger ankamen stellte der Bootsführer den Motor ab, weil er meinte schon nah genug dranzusein. Das war jedoch ein Irrtum udn wir trieben ein wenig ab. Als er dann versuchte den Motor wieder anzustellen ging das nicht… -stille- und dann wieder der kleine junge. der konnte weinen!!! naja er hat dann mit seinem paddel die Strömung bekämpft und uns letztendlich doch noch ans rettende Ufer gebracht. Wir haben dann den nächsten Bus auf der Straße nach Guayaquil angehalten und sind nach Hause gefahren.

Gestern waren es übrigens noch 42 tage… da musste ich dann stark an „Per Anhalter durch die Galaxis“ denken. Ihr wisst schon, 42 ist die Antwort auf die große frage nach dem Universum, dem leben und allem oder so. falls das noch jemand besser im Kopf hat bin ich für verbesserungen dankbar.

bis denn

Glückwünsche

Mai 24, 2009 von kikigoesecuador

na, ich hoffe ihr hattet alle einen schönes Herren-/Vatertags-/himmelfahrtswochenende!
Deutschland hat im Eurovision songdings mal wieder nicht gewonnen, dafür aber ein neues Topmodel (die Sara, juhu!!!).
Es gibt auch eine schlechte nachricht: ManUnited ist Meister *damn*, aber die Rovers steigen wenigstens nicht ab. Union aber auf!!! herzlichen Glückwunsch!

*noch 43 Tage* kann das irgendwer glauben!?

News…

Mai 22, 2009 von kikigoesecuador

Als erstes mal: alles gute an meine liebe oma, die heute geburtstag hat! und dann auch noch alles gute an mechti in thailand!

und jetzt ne frage an meien eltern: war ich auch ein so furchtbar freches kind? also teilweise bin ich im moment echt am denken: wie schön, dass ich jetzt bald nach hause komme! ich habe meine Mädels ja schon alle lieb, aber manchmal is echt genug!!! Aber das Kindertagsprojekt (1.6.) steht ja noch aus. wir üben ein lied ein, mit dem sie letztes jahr auch schon gewonnen haben! so wie das im moment noch klingt werden sie das dieses jahr aber nicht schaffen. es ist trotzdem super niedlich!

Oh und ich hab ja jetzt ne neue gastschwester für meine letzten 1 1/2 wochen bei den campoverdes. die is voll nett und wir sind heute schon zusammen zum malecón und so. Danach werd ich ja zu „Wolle“ ziehen und darauf freuen wir uns schon riesig (Mädchenabende, Friends und Pizza oder so:). Achja und morgen buchen wir unseren Galapagos-trip *muhahahaha*

Memo an mich selbst: am WE mit Familie skypen, Riobamba absagen (dafür nächstes WE), nochmal Krabat gucken!

Schweinegrippe in Ecuador

Mai 18, 2009 von kikigoesecuador

hey, is bei euch auch so Schweinegrippe-panik? bei uns ist jetzt der erste fall aufgetreten. Im reichenteil Guayaquils. So ein kleiner Junger, der von nem Miami-urlaub zurück gekommen is. im radio haben die das total vorwurfsvoll erzählt, so von wegen: selbst schuld. warum wollen die auch nach Miami. „ecuador primero“= zuerst ecuador. naja jetzt tragen voll viele leute mundschutz… macht das gruseliger als es ist… nächste woche geht es nach Riobamba und dann schon nach Galapagos!
optimale grüße! don’t worry be happy!

Poncho-Glück statt magic mushroom… ähhh, tree

Mai 13, 2009 von kikigoesecuador

Als allererstes möchte ich den heutigen artikel meinem Onkel Frank widmen, der vor ein paar tagen Geburtstag hatte! Alles Gute nachträglich! Und ein wenig auch meiner mama weil ja Muttertag war!

Am Wochenenede (8.-10.5.) waren Ines und ich in Quito und Otavalo. Ines wird im weiteren von mir „Wolle“ genannt weil sie auf Grund ihres neuen Hobbys „ich kaufe in jeder Stadt ein Armband“ schon bald in eine Art Wolfgang Petri mutieren wird *gänsehaut* haha. Als wir mit dem nachtbus in Quito morgens gegen 7uhr ankamen waren wir ien wenig zerschlagen. wir haben uns einen moment im hostel ausgeruht und haben Jasmin kennengelernt. Die haben wir gleich zum Frühstück ins PapayaNet mitgeschleppt und dann noch mit ohch auf den teleferiQo. Diese Seilbahn die auf den Hausberg Quitos, den Pichincha, hochfährt. wir hatten nen riesigen ausblick, weil das wetter echt genial war!

Wolle und ich wollten anschließend noch zur Mitad del Mundo. Wir also in den Bus… und falsch gefahren. Wir zurück gefahren mit dem Bus und irgendwo anders rausgekommen. Wir in taxi und uns zur richtigen Haltestelle fahren lassen. Dann erst ewig in Metro gesessen und danach im „mitad del Mundo“-bus fast eingeschlafen! Aber dann doch glücklich da angekommen. Wir schon fast verhungert (also ich vermutlich noch eher als Ines, in so ne kleine Snackbar. nen Hambuger (aus der Tüte, weil vermutlich in der Mikrowelle aufgewärmt) un ne Portion komische Pommes und noch ne Cola… na wenigstens hat das nicht mal 2$ gekostet. wir dann bereit für ein Fotoshoot auf dem Streifen der die Welt in zwei Teile trennt. leider waren da gerade so komische Poser, dass wir erst das Museum gemacht haben. Von oben hat man dann die ganzen Kinder schon auf den Turm zurennen sehen und wir sind schnell durch das Museum gehuscht, damit wir noch zu unseren Fotos kommen. Das haben mwir mit Bravour gelöst! Und dann hieß es wieder zurückfahren! Nochmal „Mitad del Mundo“-Bus und nochmal Metro und dann noch ne ganze Strecke laufen… und das nach nachtbusfahren! Abends haben wir dann noch lecker mit jasmin gekocht und gemeinsam mit Tony und Ted, zwei Californiern, zu abend gegessen und uns gut unterhalten. Und dann halbtot ins Bett gefallen, weil…

Am Samstag hieß es um 6:00Uhr aufstehen. Das war vielleicht ne Überwindung, aber wir wollten schließlich nach Otavalo! Wir also halb acht am terminal in den Bus. Wolle, ich und ein anderer Amerikaner, mit dem wir uns gut unterhielten waren die einzigen touris, also eigentlich waren wir die einzigen fahrgäste, aber das änderte sich schnell. innerhalb von ner halben Stunde war der Bus schon über seine Sitzkapazitäten gefüllt und ich hatte son Kind halb auf meiem Schoß sitzen. Endlich in Otavalo angekommen mussten wir erstmal tief einatmen. Das überfordert schon ganz schön! Die ganze Stadt ist ein einziger markt! und überall dieses coole zeug und so. Bloß gut, dass ich meinen großen Rucksack dabeihatte. Obwohl so viel habe ich gar nicht gekauft. ich hatte mit mehr gerechnet. Jedenfalls sind wir echt den ganzen tag die Stände abgelaufen und wenn wir dachten jetzt sind wir am Ende kam dann an der Ecke doch wieder nach links UND rechts ein Gang. Wie soll man denn da vernünftig den Überblick behalten!?

Auf Grund des ganzen Bummels haben wir jedenfalls am Ende voll die zeit vergessen. Wir wollten nämclih noch einen Abstecher in den „Parque nacional Condor“ machen, der einen tollen Blick über die Landschaft gibt und „el lechero“ besuchen. den magischen baum (magic tree), aber wir sind dann nur ncoh in den bus und wieder nach Quito. die 2h fahrt haben wir so gut wie komplett verschlafen! Dann war aber auch endlich essen kochen angesagt, weil ich schon ganz maulig war, da wir den „Shoppingwahnsinn“ nichtmal für Mittag unterbrochen hatten. Wir aßen dann gemeinsam mit Tony und hatten echt nen schönen Abend. Aber wir waren auch da wieder ganz schön tot!

Am nächsten morgen zerrten wir jasmin mit auf unsere Altstadttour! Die „Basilica del Voto nacional“ hoch. Aber hoch  mit dem fahrstuhl haha! nichtsdestotrotz mussten wir noch ne Menge zu Fuß machen… Aber der Blick von da oben is einfach herrlich! Danach noch zur „Plaza de la Independencia“ oder auch weniger eindrucksvoll einfach „Plaza grande“ geschimpft. Ja, groß schon und auch schöner als Santo Domingo und San Franzisco, wo wir anschließend noch hin sind! Dann im Parque del Arbolito noch kurz verweilt und über den markt gerannt, weil wir schon unter zeitdruck waren. Arme jasmin, haben wir die ganze Zeit einfach hinter uns hergezogen, obwohl sie erst donnerstag ankam hier in ecuador… wir uns dann von ihr verabschiedet und in den Bus nach Guayaquil gestiegen. Der Busfahrer hat uns zwar gehasst, weil wir unsere großen Rucksäcke mit nach oben genommen haben und nicht im Stauraum unterbringen wollten, aber da wir zurückgehasst haben, weil wir in 8h nur einen Film gesehen haben, der auch noch leicht dumm war („the condemned“), waren wir quit!

Fotos gibt es demnächst auch wieder, wenn ines mir ihre Fotos gibt, da meine verloren gegangen sind als meine Speicherkarte der Meinung war sie müsse sich formatieren…

„Sonnen-baden“

Mai 6, 2009 von kikigoesecuador

Canoa, nein: K-noa, nein: der schönste Strand Ecuadors, nein: lassen wir es bei „mein Wochenende“.

Wir sind donnerstag nacht mit einer Gruppe Norweger, die zufällig den selben Bus nahmen wie wir nach Canoa gefahren. Alle leute meinten sie würden mich beneiden, weil Canoa sei so wunderschön. Wasser blauer als meine Augen wurde mir gesagt, weißer Strand so weit das Auge reicht… blakeks.

Leider hat es fast das ganze Wochenende über geregnet, sodass Canoa diese versprechungen nicht annähernd erfüllen konnte. Das wenig Sonne das wir hatten lagen wir im Regen am Strand zum „sonnenbaden“ ohne uns auch nur von unseren handtüchern bewegen zu müssen…

Es war jedenfalls sehr schön mal wieder was neues zu sehen und die 7h Busfahrt war mal wieder atemberaubend… die Landschaft is zu schön. Nächste Woche geht es nach Quito/ Otavalo. das wird bestimmt auch supi!

Übrigens gibt es seit den Wahlen vor zwei Wochen immer noch unklarheiten über den Wahrheitsgehalt einiger Abstimmungen, bei denen es um Bürgermeister und präfekte der Provincen geht…

und ja, nachdem wir letzte Woche umarmungs und begrüßungsverbot bekommen hatten wegen der schweinegrippe und dazu aufgerufen wurden uns möglichst häufig die hände zu waschen (was ein witz, wo wir doch im moment mal wieder nur jeden zweiten tag wasser haben im HIF) hat sich das alles wieder gelegt und keiner denkt mehr dran.

die Wahl liegt hinter uns

April 27, 2009 von kikigoesecuador

heute morgen war die große Wahl und schon um 17Uhr wurden die wahlergebnisse bekanntgegeben. Correa hat gesiegt und wir (vielleicht) weitere 4 jahre im Amt bleiben. Er ist der erste Präsident seit einiger zeit, der es schaffte seine 4 Jahre zu beenden ohne vorher abgesetzt zu werden. mal sehen wie es jetzt weitergeht…

Wer die Wahl hat, hat die Qual…

April 21, 2009 von kikigoesecuador

Das mein ich im Moment gar nicht nur in Hinsicht auf die Entscheidung, sondern es gibt noch andere Gründe:

1) in Ecuador muss man Wählen! Wer bei seiner nächsten bewerbung, kreditbitte,… den Wahlnachweis nicht vorzeigen kann hat sehr schlechte karten!!! (gewählt wird ab 16)

2) um das Wahlwochenende herum herrscht Alkoholverbot! Ab freitag heißt es trocken bleiben…

3) man darf auch nicht einfach da Wählen wo man jetzt wohnt und gemeldet ist. man muss dahin reisen wo man herkommt. geht wohl auch für einiges Geld zu ändern… meine Familie muss dann jedenfalls wieder nach libertad. Achso das gleiche gilt natürlich auch für alle die im Ausland sind… also die können zwar auch briefwahl machen, aber wenn sie gar nicht wählen gitb es da wohl auch auf’n Deckel…hm, aber so genau weiß ich auch nicht.

4) die Wahlplakate… in Deutschland sprühen eben diese ja auch nicht gerade vor Charm und charisma, aber immerhin kann man sie als seriös betrachten. Was ich hier manchmal sehe, da lässt sich jeder abfotografieren und auf so ein Plakat mit raufquetschen. Die Prolls mit rosa Polohemden, natürlich ne silber aufschrift und goldkettchen! manchmal noch mit basecap!!! Aber das schärfste war das mit den ganzen regenbogenfarben. An sich gibt es da viele weil der regenbogen das Symbol der indigenen Bevölkerung ist, aber normalerweise haben die Abgeodneten die diese Zielgruppe erreichen wollen nur einen bunten Schal um. In diesem Plakat waren im Hintergrund Berge zu erkennen. Diese allerdings auch in Regenbogen fareben. ein regenbogen war aber zusätzlich noch drauf und auch eine lachende (!) Sonne. ich habe lieber gleich zweimal hingeguckt, weil ich beim ersten mal noch dachte das könnte auch nen Teletubbie-werbung sein! uiuiui ich hatte echt angst mir springt gleich noch ein gestreiftes kaninchen entgegen.

Ansonsten geht das dividieren und Worte mit …. heute waren es c und l … ausschneiden und aufschreiben und naja, hausaufgaben halt, aber ich finds toll!

Bin gekommen um zu bleiben, ich geh hier nicht mehr weg…. gekommen um zu bleiben, wie ein perfekter Fleck…(wir sind helden)! Im ernst ich wüsste im Moment nicht was die „mami Miriam“ ohne mich machen würde. Die wär sonst ganz schön allein. Aber warum weiß ich noch nicht. wo sind denn die ganzen anderen Mitarbeiter hinverschwunden???

kakerlakenholocaust

April 21, 2009 von kikigoesecuador

Ihr kennt doch diese Filme wo die schriftsteller immer in ihren zerküllten Entwürfen verschwinden oder? ich versinke gerade in zerknüllten Studienfach ideen… ja, ich versuche tatsächlich mich zu entscheiden. und bin schon auf 10 runter. na gut aber auf 11 immerhin. also es wird langsam. wusstet ihr das die wirklich interessant klingenden Studiengänge alle erst für den master sind? ich will mir dieses bekloppte Grundstudium einfach sparen… aber was solls

Heute war übrigens mein erster tag nach drei Wochen im HIF. Man wie sich alle gefreut haben. und ich erst! nen kullerkeks hab ich mir gefreut so toll war das!

Ach und neben papier versinken wir im Moment in Kakerlaken. Ja gruselt euch nur ich bin auch tierisch am sterben. Heute als ich nach der Arbeit ins Bad wollte für so ne schöne erfrischende Dusche (wir hatten letztens um die 40°C) will ich gerade die Tür schließen als irgendwas von oben runterfällt und sich blitzschnell in alle Himmelsrichtungen verteilt. ahhhhh ich bin nur aus dem bad rausgerannt. und dann habe ich meinen schuh geholt und habe Terminator gespielt (ich weiß nicht wer sich noch an diesen Theresientag erinnert in dem ich in goildener Hose den terminator spielen musste?! haha). wie auch immer. ich hatte dann schon drei tote. als ich aus der dusche wieder raus wollte seh ich dieses andere vieh (das größte mit geschätzer 10cm länge (is vermutlich übertrieben aber 7cm hatte das garantiert *brrrr*) an der Tür sitzen. das ist so tierisch creepy wenn ihr wisst die können die wände und alles hoch (die sitzen ja auch oft mal bei mir im bett *nicht drüber nachdenken*). jedenfalls will ich dann mit dem schuh draufhauen da fliegt die direkt auf mich zu *heul* naja nach viel gekreische (Leeana hat sich nicht aus ihrem Zimmer getraut) kam Patti mir noch zu Hilfe und gemeinsam haben wir auch diese noch erledigt. insgesamt habe ich heute 5 kakerlaken umgebracht. daher sprechen wir im Moment vom Kakerlakenholocaust.

Nun aber noch etwas anderes was mich ein wenig bedrückt: Politik

Am Sonntag sind Präsidentschaftswahlen auf Grund der neuen verfassung. Alle machen Werbung, alle werden dafür aus der Staatskasse bezahlt, Bauarbeiten auf wichtigen Strecken ewrden auf Grund von Geldmangels stillgelegt. Es wird viel spekuliert, auch wenn eine EU-Kommission die Wahlen kontrolliert wird gemunkelt Correa (jetziger Präsident) würde eventuell versuchen zu manipulieren.

den könnte ich im Moment ja auch für verrückt erklären lassen. Da ihm die Gefängnisse zu voll sind hat er in seiner neuen Konstitution ja eh schon alles gekockert was bestrafungen für Diebstähle angeht, was dazu führte dass der Großteil der indigenen bevölkerung sich im Moment stark der Selbstjustiz bedient. Immerwieder hört man verprügelten Indios irgendwo in den Anden die eine Kuh gekleut haben sollen. habe sogar was von Verbrennungen gehört (aber da bin ich mir nicht hunter pro sicher, zutrauen würd ich es ihnen ja schon). Letzte Woche hat Correa dann das Gesetz Erlassen was besagt, dass jemand, der einem anderen ein Handy ohne Waffengewalt entwendet nicht dafür bestraft wird, solange das handy nicht mehr als 600$ gekostet hat. Soviel kostet hier nur ien iPhone und wer kann sich das schon leisten…

Bis demnächst, wenn mich die Kakerlaken nicht fressen *brrrrr*

Mit Mine in Ecuador II / Dschungelcamp

April 17, 2009 von kikigoesecuador

nach diesem stalking brauchten wir Pause und sind auf diese Chivatour. Den Vulkan haben wir wieder nicht gesehen, aber die feuerjongleure haben das wettgemacht und wir den abend genossen. Und danach, obwohl wir eigentlich tanzen gehen wollten nur noch ins bett gefallen.

Wir haben dann beschlossen am nächsten tag wandern zu gehen, also haben wir uns eine karte bei der Touriinfo unseres Vertrauens besorgt und sind losgestiefelt. Wir hatten erst angst, dass wir alleine durch die wildnis wandern müssten, aber es waren so viele Pilger unterwegs, dass es sich schon staute auf dem wanderrundweg. aber einen schönen blick hatten wir trotzdem. Weil wir aber schneller waren als erwartet, ahben wir gleich die Wasserfallshivatour um 10:20 Uhr noch gemacht. das war seeeeeehr lustig! Warum? Nunja, Mine ist tatsächlich von der Brücke gesprungen (aber mit Bungeeseil und nicht ohne, wie der Typ uns scherzend vorschlug, weil das ohne kostenlos wäre *haha*) nach dem Sprung stand sie dann da und unterhielt sich noch mit irgendjemandem, während ich rief und rief. da ich ihre Brille hatte, sah sie mich aber nciht wass mal wieder zu einer lustigen Misskomunikation führte. Und dann haben wir die ganze zeit nur gelacht und uns gefreut, dass wir das zusammen erleben. Wir haben uns regelmäßig die Knie und Ellenbogen oder Köpfe in der engen Chiva gestoßen, was nicht nur bei uns beiden lachflashes hervorrief. Und bei dem langen weg nach unten zu dem Wasserfall sind wir auch ganz schön ins stolpern gekommen, weil es geregnet hatte und der weg leicht rutschig geworden war. Dementsprechend wurde auch über Erdflecken auf der Hose gegrinst… Jedenfalls müssen wir auf unsere zwei Guides einen lebensmunteren/lustiges Eindruck gemacht haben. die haben uns nämlich abend s zum Bachata tanzen eingeladen (bachata is hier ne beliebte Musikrichtung). Am nachmittag sind wir dann ganz gemütlich durch die Stadt gebummelt und haben abends die Bars unsicher gemacht. unsere Guides haben wir nicht gefunden, aber auch so sehr viel getanzt. Immer wenn uns mal wieder zwei komische latinos anbaggern wollten haben wir zusammen irgendwelche Verrenkungen gemacht, das hat immer ganz gut geholfen!

Wir waren um 2Uhr morgens im bett und um 4uhr klingelte der Wecker, weil wir ja den Bus um 5Uhr nach Riobamba kriegen wollten. Ahhh was ne Quälerei. Und in Riobamba mussten wir irgendwo aussteigen und um halb 7Uhr bis zum terminal laufen und dann ne stunde aufenthalt bis wir nach Cuenca weiterfahren konnten. Die fahrt war geradezu ewig lang, wir waren ewig müde, kein film, aber die landschaft wie verzaubert schön.

In Cuenca sind wir in ein gewitter gekommen, aber das startete erst, als wir gerade über die Schwelle unseres Hostels getreten waren. Wir sind dann bei Regen durch die Stadt und beim Colombianer Essen gegangen. Da gerade Feier zur gründung Cuencas war (über 400jahre) war abends noch feier und wir haben ordentlich gerockt… naja eigentlich sind wir bei den traditionellen Tänzen, obwohl die soooo toll waren, fast abgekomat, wegen schlafmangels. Am nächsten tag sind wir auf den markt frühstücken (Morocho!!!!) weiter durch die schöne Stadt, die Jasmin beschrieb als: zu schön um darum zu wohnen. Wir haben dann noch einem Straßentheater zu gesehen und viel gelacht (wir waren die hauptatraktion) und als wir danach noch eis essen wollen (also eigentlich wollte mine) haben wir statt zwei kugeln in einer waffeln. zwei waffeln mit je einer kugel bekommen und dann hatte auch ich noch ein eis! :) Abends sind wir durch eine galerie bei der puente roto (kaputten Brücke). das war total genial, wir wir ewig for einem Bild standen und alles Mögliche dort hinein interpretierten (wir stranden teilweise so lange vor einem Bild wie andere in der ganzen galerie verbrachten). Die nacht haben wir dann mal wieder im Bus verbracht. Wir waren um 5Uhr morgens in ambato mitten in der Stadt und mussten uns mal wieder durchfragen bis zu einer Bushaltestelle, aber die sind ja alle total nett! So sehr gefroren wie in dieser Nacht in ambato (30 -45min haben wir da gestanden) habe ich noch nie in Ecuador!

Am morgen in banos haben wir dann darauf gewartet, dass das erste Restaurant aufmacht um ein wenig zu frühstücken vorm Dschungel. Und dann sind wir zu unserer Tourioffice. Dort haben wir uns durch alle Gummistiefelgrößen durchprobiert bis wir die hatten mit denen wir hätten Salsa tanzen können. versucht ihr mal in Gummistiefeln salsa zu tanzen!!!

Wir haben dann auch die zwei israelis kennen gelernt, die uns auf unserer Tour begleiten würden. Die meinten auch es würden noch 4 andere Leute zu uns stoßen. Und wir hatten schon befürchtet wir müssten das ganz allein machen *freu* Als wir dann mit unserem Gepäck zu der Chiva sind die uns nach Puyo bringen sollte saßen da schon die vier anderen drin und … das glaubt ihr mir nie. Nein nicht die Norweger. Wir hatten am Freitag abend in Banos in einem restaurant leslie und manny kennengelernt. leslie besucht ihn une er zeigt ihr sein land. Und wir haben uns super unterhalten und ihnen noch erzählt, dass wir diese Dschungeltour machen und so. Und dann sitzen die in der chiva und können ebenfalls ihren Augen nicht trauen!!! die welt is echt übelst klein! Wir haben uns auf dem Weg zum Dschungelcamp also gut kennengelernt. Die Chemie in der gruppe stimmte einfach! besser hätte es nicht laufen können! Wir hatten viel Spaß mit verschiedenen Affen in einer auffangstation. wir konnten sie anfassen und haben über sie eine menge gelernt! Im Camp angekommen gab es lecker Mittag. So gut hjatten wir das gar nicht erwartet!!! und dann ging es mit dem kanu den Fluss runter. Da das wasser aber ganz schön tief stand setzten wir ab und zu auf steinen auf und das wasser schwappte ordentlich ins boot rein, sodass unsere hosen ganz schön nass waren, aber immer noch besser als die vier in dem andere kanu, die locker einen wet-t-shirt-contest hätten gewinnen können. Wir sind dann noch ne weile gelaufen und einen berg erklommen. Wir sind immer wieder stehen geblieben um pflanzen zu betrachten und die hans.guck.in.die.lufte mine und ich sind ab und zu gestolpert, wie immer. von oben hatten wir einen atemberaubenden, unbeschreiblichen blick auf die Flüsse Puyo und Pastaza, die in einem verzauberten Flussdelta zusammen fließen und später in den Amazonas münden. Nur der Schrei von iyal konnte uns wieder auf den Boden zurückholen, der sich beinahe in eine Hängematte voll mit Riesenkillerameisen gesetzt hätte! *haha* leider mussten wir uns wieder von diesem Blick lösen, sind dann aber mit dem Pickup zurück gefahren und haben zusammen im Camp gechillt und flechten mit palmenblättern gesehen! nachts haben wir noch einen Ausflug gemacht um in Kleinen Tümpeln caimane zu sehen. Wow. Wie die sterne über uns leuchteten und was für insekten wir gesehen haben. Von den caimanen habe ich zwar nur die reflektierenden Augen gesehen, aber das drumherum war schon so wahnsinnig toll, dass ich mal wieder nicht glauben konnte, dass mir das alles geschieht. (ich möchte immer und immer wieder nur danke sagen!!!!). Das zu bett gehen gestaltete sich nur ein wenig schwierig. Sobald man diese bunte Dschungelkakerlake an der wand der kopfseite seines bettes aus seinen gedanken verdrängt hat schläft man wie ein baby… vor allem bei dem schlafpensum der vorangegangenen nacht…

am nächsten morgen sind wir nach einer kalten dusche in regenstiefeln losgelaufen. erst war der weg ne gute straße, doch dann ging es rein in die wildnis mit matsch und allem. wer hier nicht aufpasste wo er hintritt sank schnell ein und musste mit vereinten kräften wieder rausgezogen werden! besonders lustig war der eine sumpf den man nur überqueren konnte, in dem man auf den holzstamm trat. der war aber dünn und rutschig und leichter als gesagt, weil man ihn nicht so richtig sehen konnte unter dem ganzen matsch. aber wir haben es alle überlebt. irgendwie *haha* nach einer weile laufen kamen wir zu einem fluss. dort mussten wir unsere sachen ausziehen (wir hatten zum glück badezeug drunter), weil es so tief wurde, dass wir fast bis zum bauchnabel unterwasser waren. mine und ich haben vorsichtig unsere gummistiefel übers wasser getragen und uns noch geärgert, dass sie umgefaalen waren und wasser reingelaufen war… als wir durch diese tiefe gewatet sind, erhob sich vor uns ein überflutetet Gässchen mit hohen Flswänden rechts und links, welches man durchschwimmen musste um zum Wasserfall zu gelangen. Wir also alles an klamotten noch an die seite auf die mehr oder weniger trockenen steine gelegt und losgeschwommen. was für ein großartiges gefühl im dschungel in einem wasserfall zu schwimmen. Hinter dem wasserfall war filmreif eine höhle und wir sind von dortaus durch den wasserfall in den „see“ gesprungen. danach konnten wir entscheiden, ob wir weiterlaufen wollten zu einem anderen wasserfall oder ob wamp zurück wir zum camp zurückwollten.  wir haben uns entschieden weiter zugehen. da wir schon ein wenig hungrig waren, zeigte uns Polo (der guide) welche Ameisen die Indigenen hier essen. Die heißen Limonenameisen, weil sie auf den LImonenbäumen leben. ich musste erst drei essen bis ich verstande habe, wie ich sie richtig zerbeißen muss um den limonengeschmack zu bekommen. die haben besser geschmeckt als diese komische frucht, die die affen immer essen, die wir natürlich auch probieren durften. Inzwischen hatten wir uns unsere sachen alle so hoch wie möglich um den körper geschlungen, sodass wir die hände freihatten zum balancieren und festhalten. gereicht hat es nciht wirklich, mine und ich sind gefallenn und gerutscht als ob es kein morgen gäbe, aber es ist zum glück nichts passiert außer dass wir noch nasser geworden sind, was eigentlich nicht mehr möglich war. wer sich jetzt übrigens noch erinnert dass wir so tiereische angst um die gummistiefel hatten von wegen wasser könnte reinlaufen dem sei gesagt, wir haben sie nach dem wasserfall wieder angezogen und sind einfachdurch alles damit durchgelaufen, auch wenn uns das wasser wieder bis zum bauchnabel stand. Die Stiefel wurden zwar schwerer mit dem Wasser drin , aber das haben wir dann regelmäßig ausgeleert. Der Weg zurück war auch total schön. Durch die vielfältige natur. Wir haben noch eine maske für die gesichtshaut bekommen aus reichhaltiger Erde und mit Atschote (oder so) Gesichtsbemalungen oder haarfärbungen bekommen. Inzwischen sind meine haare aber wieder blond, keine angst. Wir freuten uns riesig über Dusche und Essen. Danach packten wir unsere Koffer und fuhren zu einer Kichwa-gemeinschaft, die für die touris offen steht und einiges von ihrem leben preigibt. Wir konnten selbstgemachte keramik kaufen und durch ein Blasrohr schießen. Diese Prüfung haben Mine und ich im gegensatz zu einigen anderen sogar mit Bravour bestanden!!! man die Dinger sind ganz schön riesig und groß. wenn man sich vorstellt, dass die damit kleine beutetiere in 50 m entfernung noch erwicschen können… hammer!

Als wir zurück in Banos waren wollten wir eigentlich am Abend zurück nach guayaquil, aber weil wir uns echt nicht nach Reisen fühlten haben wir beschlossen lieber die Nacht noch hier zu verbringen und uns ein zimmer genommen. Der nette Portier hielt sich für den Komiker überhaupt. Wir hatten unsere Koffer bei den Israelis zwischengelagert, weil wir ja eigentlich abends schon wegfahren wollten, uns dann aber umentschieden. und der portier grinste breit und wollte uns erklären er habe kein zimmer mehr frei, wir sollten uns doch mit den israelis ein zimmer teilen… wären wir nicht der meinung gewesen wir sind so müde, wir brauchen jeder ein eigenes bett um besser schlafen zu können hätten wir das auch gemacht! er hat uns dann doch noch eins gegeben und wir konnten glücklich schlafen.

am nächsten tag sind wir um 13uhr zurückgefahren nach guayaquil und obwohl die landschaft ecuadors uns mal wieder in ihren bann zog konnten wir nach etwa 8h ohne bad nichts mehr davon genießen. wunderts wen!?

den donnerstag haben wir mit souveniershoppen verbracht, noch empanadas gegessen, die leider nicht so gut waren wie sonst (bekloppter vorführeffekt) und abends noch mit manny und leslie die bootstour gemacht. die haben uns noch nach haus gefahren und dann ging es auch schon zum flughafen. der abschied wurde nicht sonderlich traurig, weil wir zu beschäftigt damit waren zu verstehen was da abging. man muss nämlich 28$ steuer zahlen wenn man hier abfliegen will. da wir das nicht wussten mussten wir dann noch was abheben, weil wir soviel nicht mithatten! ahhh was ne hektik! aber am ende is alles noch gutgegangen und mine is in der luft. dh, jetzt schon fast in madrid. drei wahnsinnig tolle erlebnisreiche wochen. danke!

und montag geht es in den alltasg zurück. aber darauf freu ich mich auch schon riesig!

liebe grüße nach deutschland und in die welt!!!